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IKT-Drittparteienrisiko · Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken analysieren und steuern

DORA Art. 29 Abs. 3 verpflichtet Institute, Konzentrationsrisiken auf IKT-Drittdienstleisterebene zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern.

Management-Zusammenfassung

  • Konzentrationsrisiken entstehen, wenn mehrere kritische Dienstleistungen vom gleichen Dienstleister, aus der gleichen Region oder Technologieplattform abhängen.
  • Die Analyse muss mindestens jährlich auf Dienstleister-, Branchen-, Regional- und Technologieebene durchgeführt werden.
  • Identifizierte Konzentrationen sind mit Maßnahmenplänen zu versehen und dem Leitungsorgan zu berichten.
  • Die Ergebnisse fliessen in die gesamtinstitutische Risikobewertung und das Auslagerungsmanagement ein.
Dienstleisterebene

Ein einzelner Dienstleister erbringt mehrere kritische IKT-Dienstleistungen für das Institut.

Beispiel: Cloud-Plattform als Single-Provider für Compute, Storage und Datenbank

Branchenebene

Wenige Dienstleister dominieren den Markt für eine spezifische IKT-Dienstleistung.

Beispiel: Zwei Anbieter decken 90 Prozent des SaaS-Marktes für Kernbankanwendungen

Regionalebene

Dienstleister sind in derselben geografischen Region konzentriert.

Beispiel: Rechenzentren mehrerer Dienstleister stehen im gleichen Ballungsraum

Technologieebene

Verschiedene Dienstleister nutzen dieselbe Basistechnologie.

Beispiel: Mehrere SaaS-Anbieter setzen auf dieselbe Cloud-Infrastruktur

Maßnahmen bei identifizierten Konzentrationsrisiken

  • Diversifikation: Aufbau alternativer Dienstleisterbeziehungen oder interner Kapazitäten.
  • Vertragliche Absicherung: Stärkere Exit-Rechte und verlängerte Übergangsfristen.
  • Technische Entkopplung: Standardisierte Schnittstellen und Datenportabilität sicherstellen.
  • Monitoring: Verstärkte Überwachung konzentrationsrelevanter Dienstleister.
  • Reporting: Jährliche Berichterstattung an das Leitungsorgan über Konzentrationsrisiken und Maßnahmen.