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IKT-Drittparteienrisiko · Exit-Strategien

Exit-Strategien für kritische IKT-Drittdienstleistungen

DORA fordert dokumentierte, realistische und getestete Exit-Strategien für kritische oder wichtige IKT-Drittdienstleistungen.

Management-Zusammenfassung

  • Exit-Strategien müssen für jede kritische oder wichtige IKT-Drittdienstleistung dokumentiert sein.
  • Sie berücksichtigen Datenrückgabe, Übergangsfristen, Ersatzdienstleister, interne Verantwortlichkeiten und technische Abhängigkeiten.
  • Die praktische Umsetzbarkeit wird regelmäßig getestet.
  • Exit-Fähigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Risikobewertung und des Informationsregisters.

Bestandteile einer Exit-Strategie

  • Auslöser und Szenarien für den Exit definieren (Kündigung, Insolvenz, Sicherheitsvorfall, Übernahme).
  • Technische Abhängigkeiten (Schnittstellen, Datenformate, Authentisierung) dokumentieren.
  • Datenrückgabe und Datenlöschung vertraglich und technisch vorbereiten.
  • Übergangsfristen und Migrationsfenster realistisch planen.
  • Ersatzdienstleister oder interne Alternativen bewerten.
  • Interne Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege festlegen.
  • Regulatorische Anzeige- und Informationspflichten berücksichtigen.

Test der Exit-Fähigkeit

  • Exit-Tests jährlich für jede kritische IKT-Drittdienstleistung durchführen.
  • Testszenarien: Datenrückgabe, Systemmigration, Kommunikationswege, Einhaltung von Übergangsfristen.
  • Testergebnisse dokumentieren und Schwachstellen identifizieren.
  • Nicht bestandene Tests mit Maßnahmen und Fristen versehen.
  • Management-Freigabe der Testergebnisse einholen.
  • Erkenntnisse in die Weiterentwicklung der Exit-Strategie einfliessen lassen.