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Open Source & SBOM Resilience

Lieferanten-SBOM-Anforderungen

DORA Art. 28 verlangt, dass Finanzunternehmen IKT-Drittparteienrisiken als integralen Bestandteil ihres IKT-Risikomanagements steuern. IKT-Dienstleister müssen SBOMs, OSS-Prozesse und Schwachstelleninformationen bereitstellen.

Hinweis: Diese Seite ist eine Umsetzungshilfe und ersetzt keine Rechtsberatung oder verbindliche aufsichtsrechtliche Auslegung.

Management-Zusammenfassung

  • 9 Anforderungen an Lieferanten: SBOM-Format (SPDX/CycloneDX), Frequenz, Schwachstellen-SLA, Lizenz-Compliance und Auditrechte.
  • Standard-Vertragsklausel verpflichtet IKT-Dienstleister zur Bereitstellung maschinenlesbarer SBOMs.
  • Verbindliche Schwachstellen-Melde-SLA: Critical 24h, High 72h, Medium 5 Werktage.

Anforderungen an IKT-Dienstleister

Anforderung Sollwert
SBOM erforderlich Ja, für alle vertragsgegenständliche Software
SBOM-Format SPDX oder CycloneDX
SBOM-Frequenz Je Release, mindestens quartalsweise
Schwachstellen-Meldung SLA Critical: 24h, High: 72h, Medium: 5 Werktage
Patch-SLA (Critical) Nach Verfügbarkeit, spätestens 30 Tage
Lizenz-Compliance-Attestation Erforderlich
Open-Source-Richtlinie des Lieferanten Auf Anforderung vorzulegen
Subunternehmer-Transparenz Erforderlich für Software-Lieferkette
Auditrecht OSS-Prozesse Vertraglich vereinbart

Vertragsklausel (Muster)

Empfohlene Standardklausel für IKT-Verträge:

„Der IKT-Dienstleister stellt für die vertragsgegenständliche Software und wesentliche Releases eine aktuelle Software Bill of Materials in einem gängigen maschinenlesbaren Format (z. B. SPDX oder CycloneDX) bereit. Die SBOM muss direkte und transitive Open-Source-Komponenten, Versionen, Lizenzinformationen und bekannte sicherheitsrelevante Hinweise enthalten, soweit diese dem Dienstleister bekannt oder durch zumutbare Prüfprozesse ermittelbar sind.“