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BCM — Business Continuity Management

Policy & Governance

BCM-Rahmenwerk: Richtlinien, Verantwortlichkeiten, Gremienstruktur und Dokumentationspflichten für das Business Continuity Management.

BCM-Policy

Die BCM-Policy definiert die Grundsätze, Ziele und den Geltungsbereich des Business Continuity Managements. Sie wird vom Vorstand verabschiedet und jährlich überprüft.

  • · Geltungsbereich: Alle kritischen und wichtigen Geschäftsprozesse, IT-Systeme, Standorte und Drittdienstleister
  • · Ziele: Sicherstellung der Geschäftskontinuität bei Störungen, Minimierung von Ausfallzeiten und -kosten
  • · Prinzipien: Risikobasierter Ansatz, Verhältnismäßigkeit, kontinuierliche Verbesserung
  • · DORA Art. 11(3): IKT-Contingency-Richtlinie muss regelmäßig getestet und aktualisiert werden
  • · MaRisk BTO 1.3: Notfallmanagement als integraler Bestandteil des Risikomanagements

Rollen & Verantwortlichkeiten

  • BCM-Beauftragter: Strategische Steuerung, Reporting an Vorstand, Koordination der BCM-Prozesse
  • Fachbereichsverantwortliche: BIA für eigene Prozesse, Umsetzung von Maßnahmen, Teilnahme an Übungen
  • IT-Notfallorganisation: Technische Wiederherstellung, IT-SC, Systemwiederanlauf
  • Krisenstab: Entscheidungen bei Großstörungen, Kommunikation, Eskalation
  • Interne Revision: Prüfung der BCM-Wirksamkeit, Einhaltung der Richtlinien

Gremien & Rhythmen

  • BCM-Steuerungskreis: Quartalsweise — Status BCM, Übungsplanung, Risikotrends
  • BCM-Review: Jährlich — Policy-Update, BIA-Update, Übungsauswertung, Management-Review
  • Krisenstab-Sitzung: Ad-hoc bei Vorfällen — Entscheidungen, Ressourcenallokation
  • Vorstands-Reporting: Halbjährlich — BCM-Kennzahlen, Übungsergebnisse, Audit-Findings
  • Aufsichtsrechtliche Meldung: Bei erheblichen Störungen — DORA Art. 19, BaFin-Meldung

Dokumentationspflichten

Die BCM-Dokumentation muss folgende Elemente umfassen (DORA Art. 11(6), MaRisk BTO 1.3):

  • · BCM-Richtlinie (vom Vorstand verabschiedet, mit Versionierung)
  • · BIA-Dokumentation (kritische Prozesse, RTO/RPO, Ressourcenbedarf)
  • · Notfallhandbuch (Krisenstab, Kommunikationsmatrix, Workaround-Prozesse)
  • · Übungsplanung und -auswertung (Tabletop, Vollübung, Lessons Learned)
  • · Prüfpfad für Aufsichtsbehörden (Änderungshistorie, Freigaben, Audit-Trail)