Sicherheitsvorfälle werden wiederholbar und innerhalb definierter Fristen bearbeitet.
Themenbereich
Schutz, Erkennung & Reaktion
Sollzustand
Playbooks mit Rollen, Entscheidungspunkten und Kommunikationswegen sind geuebt.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel II (Reaktionsfähigkeit) | MaRisk BT 3.2
Umsetzungsschritte
Playbooks für Ransomware, Datenabfluss und Lieferantenausfall entwickeln.
Freigabe durch Technik, Fachbereich und Kommunikation einholen.
Halbjährliche Übungen mit Lessons Learned durchführen.
Beispielnachweise
Versionierte Incident-Playbooks.
Uebungsprotokolle mit Nachverfolgung der Findings.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.24A.5.26A.5.29
ID: DORA-PDR-003
DORA-PDR-004revieweddefined
Wiederherstellung mit priorisierten Recovery-Routen absichern
Kritische Services werden in tolerierbarer Zeit wiederhergestellt.
Themenbereich
Schutz, Erkennung & Reaktion
Sollzustand
Recovery-Routen, technische Abhängigkeiten und Wiederanlaufkriterien sind testbar dokumentiert.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel II (Wiederherstellung) | MaRisk AT 7.3
Umsetzungsschritte
Recovery-Ziele je Service verbindlich festlegen.
Abhängigkeiten für Daten, Infrastruktur und externe Dienste dokumentieren.
Wiederherstellungstests nach priorisierten Szenarien durchführen.
Beispielnachweise
Service-Recovery-Blueprints mit RTO/RPO.
Testberichte mit Ist-Zeiten und Maßnahmenplan.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.30A.8.14A.8.13
ID: DORA-PDR-004
DORA-INC-001revieweddefined
Klassifikation für IKT-Vorfälle mit Meldebezug
Vorfälle werden einheitlich eingestuft und regulatorisch korrekt behandelt.
Themenbereich
IKT-Vorfälle
Sollzustand
Klassifikation enthält Schweregrade, Meldefristen und Eskalationspfade.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel III (IKT-bezogene Vorfälle) | MaRisk BT 3.2
Umsetzungsschritte
Kriterien für signifkante Vorfälle und Beinahevorfälle definieren.
Meldepflichtlogik in den Incident-Prozess integrieren.
Eskalationszeiten je Schweregrad verbindlich machen.
Beispielnachweise
Incident-Klassifikationsschema mit Entscheidungshilfe.
Historie eskalierter Vorfälle.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.24A.5.25A.5.26
ID: DORA-INC-001
DORA-INC-002reviewedmanaged
Vollständige Vorfallsdokumentation über den Lebenszyklus
Entscheidungen und Maßnahmen sind für Aufsicht und Revision transparent.
Themenbereich
IKT-Vorfälle
Sollzustand
Jeder wesentliche Vorfall besitzt Timeline, Ursachenanalyse und Abschlussbewertung.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel III (Dokumentation und Analyse) | MaRisk AT 4.4.2
Umsetzungsschritte
Pflichtfelder für Incident-Tickets definieren.
Post-Incident-Review mit Root-Cause-Methodik standardisieren.
Abschlussfreigabe an Nachweis der Gegenmaßnahmen koppeln.
Beispielnachweise
Abgeschlossene Incident-Tickets mit Vollständigkeitsscore.
Root-Cause-Reports mit Verantwortlichen.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.28A.5.35A.10.2
ID: DORA-INC-002
DORA-INC-003reviewedmanaged
Aufsichtsreporting für Vorfälle fristgenau orchestrieren
Erst-, Zwischen- und Abschlussmeldungen erfolgen konsistent und termingerecht.
Themenbereich
IKT-Vorfälle
Sollzustand
Meldeprozess ist mit klaren Freigaben, Datenquellen und Vertretungen hinterlegt.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel III (Meldepflichten) | MaRisk BT 3.2
Umsetzungsschritte
Meldekalender und Trigger für Meldephaasen definieren.
Freigabeprozess zwischen Technik, Recht und Compliance abstimmen.
Qualitätskontrolle für meldepflichtige Inhalte einführen.
Beispielnachweise
Meldeprozessdiagramm mit Rollen.
Archiv fristgerechter Meldungen.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.5A.5.6A.5.24
ID: DORA-INC-003
DORA-INC-004revieweddefined
Vorfallschleifen in nachhaltige Verbesserungen überfuehren
Wiederkehrende Ursachen werden systematisch reduziert.
Themenbereich
IKT-Vorfälle
Sollzustand
Lessons Learned sind priorisiert, terminiert und auf Wirksamkeit geprüft.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel III (Kontinuierliche Verbesserung) | MaRisk AT 4.4.2
Umsetzungsschritte
Vorfallcluster nach Ursache und Wirkung analysieren.
Top-Ursachen in ein institutweites Verbesserungsprogramm überfuehren.
Wirksamkeit über Trend-KPI und Revisionsfeedback messen.
Beispielnachweise
Lessons-Learned-Backlog mit Reifegradstatus.
Trendbericht wiederkehrender Ursachen.
ISO/IEC 27001 Anker
A.10.1A.10.2A.5.27
ID: DORA-INC-004
DORA-TST-001revieweddefined
Risikobasierte Teststrategie für digitale Resilienz
Tests decken die kritischsten Ausfallszenarien und Angriffspfade ab.
Themenbereich
Digitale Resilienztests
Sollzustand
Mehrjahres-Testplan ist risikobasiert priorisiert und mit Governance abgestimmt.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel IV (Testprogramm) | MaRisk AT 4.3.5
Umsetzungsschritte
Testinventar nach Szenario, Tiefe und Frequenz strukturieren.
Priorisierung anhand Kritikalität, Bedrohung und Veraenderungsdynamik durchführen.
Abweichungen und Verschiebungen mit Managementfreigabe dokumentieren.
Beispielnachweise
Freigegebener Resilienz-Testplan.
Priorisierungsmatrix mit Bewertungslogik.
ISO/IEC 27001 Anker
A.8.8A.5.30A.9.1
ID: DORA-TST-001
DORA-TST-002reviewedmanaged
Szenariobasierte Übungen für technische und fachliche Teams
Zusammenspiel von Fachbereich, IT und Krisenorganisation wird realitätsnah validiert.
Themenbereich
Digitale Resilienztests
Sollzustand
Uebungsszenarien umfassen technische Stoerung, Lieferantenausfall und Kommunikationsdruck.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel IV (Szenariobasierte Tests) | MaRisk AT 7.3
Umsetzungsschritte
Szenarien mit institutsspezifischen Angriffspfaden entwickeln.
Uebungsteam und Beobachterrollen verbindlich benennen.
Ergebnisse mit klaren Umsetzungsfristen nachverfolgen.
Beispielnachweise
Uebungsdrehbuch und Teilnehmerliste.
Maßnahmenprotokoll aus der Uebungsnachbereitung.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.29A.5.30A.5.24
ID: DORA-TST-002
DORA-TST-003revieweddefined
TLPT-Vorbereitung mit klarer Scope- und Sicherheitssteuerung
Threat-Led-Tests liefern verwertbare Erkenntnisse ohne unkontrolliertes Betriebsrisiko.
Themenbereich
Digitale Resilienztests
Sollzustand
Scope, Sicherheitsgrenzen und Kommunikationskaskaden für TLPT sind abgestimmt.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel IV (TLPT-Anforderungen) | MaRisk AT 4.3.5
Umsetzungsschritte
Kritische Assets und Testgrenzen mit Fachbereich abstimmen.
Rules of Engagement mit internen und externen Parteien fixieren.
Notfallstopp und Entscheidungswege vor Teststart verifizieren.
Beispielnachweise
TLPT-Scope-Dokument und RoE.
Freigabeprotokoll des Steuerungsgremiums.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.8.20A.8.31
ID: DORA-TST-003
DORA-TST-004reviewedmanaged
Testbefunde in Architektur- und Prozessverbesserung überfuehren
Testresultate fuehren messbar zu robusteren Kontrollen und Betriebsablaeufen.
Themenbereich
Digitale Resilienztests
Sollzustand
Findings sind priorisiert, budgetiert und bis Wirksamkeitsnachweis geschlossen.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel IV (Folgemaßnahmen) | MaRisk AT 4.4.2
Umsetzungsschritte
Findings nach Kritikalität, Aufwand und Risikoabbau priorisieren.
Maßnahmen in Portfolio- und Budgetsteuerung übernehmen.
Retests für kritische Findings verbindlich terminieren.
Beispielnachweise
Finding-Register mit Status und Fristen.
Retest-Berichte mit Closure-Entscheid.
ISO/IEC 27001 Anker
A.10.1A.10.2A.5.35
ID: DORA-TST-004
DORA-TPR-001revieweddefined
Drittparteieninventar für kritische Services konsolidieren
Alle wesentlichen Dienstleister und Abhängigkeiten sind transparent erfasst.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Zentrales Inventar mit Kritikalität, Servicebezug und Verantwortlichen ist aktuell.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V (IKT-Drittparteienrisiko) | MaRisk AT 9
Umsetzungsschritte
Dienstleisterdaten aus Einkauf, IT und Fachbereich zusammenfuehren.
Kritikalitätsmodell für Servicebeitrag und Substituierbarkeit anwenden.
Pflegeprozess mit Fristen und Kontrollpunkten etablieren.
Beispielnachweise
Drittparteieninventar mit Aktualisierungsdatum.
Qualitätsreport zur Datenvollständigkeit.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.23
ID: DORA-TPR-001
DORA-TPR-002reviewedmanaged
Risikobasierte Due Diligence vor Beauftragung verbindlich machen
Nur Anbieter mit tragfähigem Sicherheits- und Betriebsmodell werden beauftragt.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Due-Diligence-Prüfung deckt Sicherheit, Betrieb, Exit und Konzentrationsrisiko ab.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V (Vorausgehende Bewertung) | MaRisk AT 9 Tz. 2
Umsetzungsschritte
Prüfbausteine je Kritikalitätsstufe definieren.
Mindestanforderungen für Sicherheitsnachweise festlegen.
Freigabeentscheidung mit dokumentiertem Restrestrisiko treffen.
Beispielnachweise
Due-Diligence-Checklisten mit Bewertungsresultat.
Freigabevermerk inkl. Risikoauflagen.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.21A.5.22A.5.36
ID: DORA-TPR-002
DORA-TPR-003reviewedmanaged
Vertragsklauseln für Resilienz und Auditierbarkeit standardisieren
Verträge sichern notwendige Informations-, Prüf- und Interventionsrechte ab.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Standardklauseln zu Meldepflicht, Testing, Suboutsourcing und Exit sind verpflichtend.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V (Vertragliche Anforderungen) | MaRisk AT 9 Tz. 7
Umsetzungsschritte
Musterklauseln mit Recht, Einkauf und IT abstimmen.
Klausel-Compliance im Vertragsprozess technisch prüfbar machen.
Abweichungen nur mit dokumentierter Genehmigung zulassen.
Beispielnachweise
Vertragsbausteinkatalog mit Pflichtklauseln.
Abweichungsregister mit Freigabestatus.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.31
ID: DORA-TPR-003
DORA-TPR-004revieweddefined
Laufendes Dienstleistermonitoring und Exit-Readiness etablieren
Leistungsabfall und Risiken bei kritischen Providern werden früh erkannt und beherrscht.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Monitoring-KPI, Review-Zyklen und Exit-Plan sind je kritischem Provider aktiv.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V (Laufende Überwachung) | MaRisk AT 9 Tz. 8
Umsetzungsschritte
KPI-Set für Verfügbarkeit, Sicherheit und Eskalationen festlegen.
Quartalsreviews mit Provider und internen Stakeholdern durchführen.
Exit- und Substitutionsszenarien regelmäßig prüfen.
Beispielnachweise
Provider-Scorecards mit Trendanalyse.
Exit-Playbook mit Testhistorie.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.23A.5.30A.8.14
ID: DORA-TPR-004
DORA-REG-001revieweddefined
Informationsregister-Datenmodell für Aufsichtsanfragen harmonisieren
Aufsichtsrelevante Informationen koennen konsistent und schnell bereitgestellt werden.
Themenbereich
Informationsregister
Sollzustand
Registerdaten folgen einem einheitlichen Datenmodell mit klaren Eigentuemern.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V (Informationsregister) | MaRisk AT 9 Tz. 6
Umsetzungsschritte
Pflichtdatenfelder und Datenherkunft je Registerobjekt definieren.
Datenverantwortliche in Fachbereichen verbindlich benennen.
Abgleichregeln zwischen Quellsystemen und Register etablieren.
Beispielnachweise
Datenmodell mit Felddefinitionen.
Owner-Liste für Registerobjekte.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.9A.5.36A.8.12
ID: DORA-REG-001
DORA-REG-002reviewedmanaged
Register-Aktualisierung an Beschaffungs- und Change-Prozesse koppeln
Neuerungen bei Services und Providern werden ohne Zeitverzug im Register sichtbar.
Themenbereich
Informationsregister
Sollzustand
Events aus Einkauf und Change Management triggern automatische Registerprüfungen.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V (Datenaktualitaet) | MaRisk AT 9
Umsetzungsschritte
Prozessereignisse mit Register-Update-Pflichten verknüpfen.
Pflichtkontrolle vor Vertragsfreigabe und Produktivsetzung einführen.
SLA für Registeraktualisierung und Eskalation definieren.
Beispielnachweise
Workflow-Regelwerk für Update-Trigger.
SLA-Report zur Aktualisierungsfrist.
ISO/IEC 27001 Anker
A.8.32A.8.33A.5.37
ID: DORA-REG-002
DORA-REG-003reviewedmanaged
Datenqualität des Registers messbar steuern
Registereintraege sind vollständig, korrekt und prüfbar.
Themenbereich
Informationsregister
Sollzustand
Qualitätskennzahlen und Korrekturprozess für Registerdaten sind etabliert.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V (Registerintegrität) | MaRisk AT 4.4.2
Umsetzungsschritte
Qualitätskriterien für Vollständigkeit, Konsistenz und Plausibilität festlegen.
Regelmaessige Datenqualitätsjobs mit Fehlerklassifikation einführen.
Abweichungen mit Fristen an Datenowner zurückspielen.
Beispielnachweise
Datenqualitätsdashboard für Registerobjekte.
Fehler- und Korrekturprotokoll.
ISO/IEC 27001 Anker
A.8.15A.8.16A.5.35
ID: DORA-REG-003
DORA-REG-004revieweddefined
Aufsichtsfähige Register-Exports standardisieren
Anfragen der Aufsicht koennen fristgerecht in gefordertem Format beantwortet werden.
Themenbereich
Informationsregister
Sollzustand
Exportlogik, Freigabeprozess und Archivierung sind formal definiert.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V (Aufsichtskommunikation) | MaRisk AT 4.4.3
Umsetzungsschritte
Standardexporte für wiederkehrende Aufsichtsanfragen bereitstellen.
Freigabe- und Vier-Augen-Prinzip vor Versand implementieren.
Versand- und Inhaltsnachweise revisionssicher archivieren.
Beispielnachweise
Exportvorlagen mit Feldmapping.
Archivierte Auskunftsfaelle mit Freigabevermerk.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.31A.5.33A.5.34
ID: DORA-REG-004
DORA-EVD-001revieweddefined
Nachweisarchitektur für Kontrollen und Entscheidungen aufbauen
Kontrollwirkung und Managemententscheidungen sind jederzeit belegbar.
Themenbereich
Nachweise & Auditfähigkeit
Sollzustand
Nachweise folgen einem einheitlichen Klassifikations- und Ablageschema.
DORA / MaRisk
DORA querschnittlich (Dokumentation und Nachweise) | MaRisk AT 4.4.2
Umsetzungsschritte
Nachweiskategorien für Kontrollen, Tests, Vorfälle und Freigaben definieren.
Ablageorte mit Zugriffsschutz und Aufbewahrungsfristen standardisieren.
Verlinkung zwischen Nachweis und zugrunde liegendem Prozess sicherstellen.
Beispielnachweise
Nachweiskatalog mit Klassifikationsregeln.
Ablagestruktur mit Berechtigungsmatrix.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.33A.5.34A.5.35
ID: DORA-EVD-001
DORA-EVD-002reviewedmanaged
Prüfpfad für zentrale Resilienzentscheidungen etablieren
Prüfer koennen den Entscheidungsweg von Risiko bis Massnahme eindeutig nachvollziehen.
Themenbereich
Nachweise & Auditfähigkeit
Sollzustand
Entscheidungsprotokolle enthalten Kontext, Optionen, Beschluss und Umsetzungsergebnis.
DORA / MaRisk
DORA querschnittlich (Governance-Nachweis) | MaRisk AT 4.4.3
Umsetzungsschritte
Standardtemplate für Entscheidungsprotokolle definieren.
Verknuepfung zu Risiko, Kontrolltest und Budgetmassnahme herstellen.
Regelmaessige Stichprobenprüfung auf Nachvollziehbarkeit durchführen.
Beispielnachweise
Entscheidungsprotokolle mit Referenzobjekten.
Stichprobenbericht der Quality Assurance.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.37A.9.2A.9.3
ID: DORA-EVD-002
DORA-EVD-003reviewedmanaged
Readiness-Checks für interne und externe Audits betreiben
Auditanfragen koennen fristgerecht mit validen Belegen beantwortet werden.
Themenbereich
Nachweise & Auditfähigkeit
Sollzustand
Vorbereitete Kontrollpakete und Ansprechpartner sind für Top-Themen gepflegt.
DORA / MaRisk
DORA querschnittlich (Prüffestigkeit) | MaRisk AT 4.4.2
Umsetzungsschritte
Auditrelevante Themenfelder in standardisierte Evidence-Pakete überfuehren.
Verantwortliche für jedes Paket und Vertretungen benennen.
Halbjährliche Readiness-Checks mit Gap-Liste durchführen.
Beispielnachweise
Evidence-Pakete pro Themenfeld.
Readiness-Protokoll mit Maßnahmenfortschritt.
ISO/IEC 27001 Anker
A.9.1A.9.2A.10.1
ID: DORA-EVD-003
DORA-EVD-004revieweddefined
Review-Zyklus für Richtlinien und Nachweise institutionalieren
Dokumentation bleibt aktuell und spiegelt den realen Steuerungszustand.
Themenbereich
Nachweise & Auditfähigkeit
Sollzustand
Richtlinien und Nachweise werden nach festen Zyklen geprüft und freigegeben.
DORA / MaRisk
DORA querschnittlich (Dokumentensteuerung) | MaRisk AT 4.3.1
Umsetzungsschritte
Reviewkalender für alle kernrelevanten Dokumente aufsetzen.
Änderungen mit Impact-Bewertung und Freigabeprozess koppeln.
Überfaellige Reviews automatisiert eskalieren.
Beispielnachweise
Reviewkalender mit Status je Dokument.
Aenderungsnachweise mit Freigabekette.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.35A.5.36
ID: DORA-EVD-004
DORA-TPR-005reviewedmanaged
CTPP-Konzentrationsrisiken mit Szenarioanalysen steuern
Abhängigkeiten von kritischen IKT-Dienstleistern werden früh erkannt und aktiv reduziert.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Konzentrationskennzahlen und Exit-Szenarien für CTPP-relevante Services sind etabliert und managementwirksam berichtet.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V (IKT-Drittparteienrisiko, CTPP-Oversight) | MaRisk AT 9, BT 3.3
Umsetzungsschritte
Konzentrationsmetriken je Provider, Servicefamilie und Kritikalität definieren.
Szenarioanalysen für Provider-Ausfall und Leistungseinschraenkung halbjährlich durchführen.
Maßnahmenplan für Diversifizierung, Architekturhaertung und Exit-Readiness priorisieren.
Beispielnachweise
Konzentrationsreport mit Schwellenwerten und Trendanalyse.
Szenario- und Maßnahmenprotokolle für CTPP-Ausfaelle.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.30A.8.13
ID: DORA-TPR-005
DORA-TST-005revieweddefined
Testprogramm mit Recovery- und Kommunikationszielen koppeln
Resilienztests prüfen nicht nur Technik, sondern auch Wiederherstellung, Eskalation und externe Kommunikation.
Themenbereich
Resilienztests
Sollzustand
Das Testprogramm enthält pro Szenario technische, organisatorische und kommunikative Erfolgskriterien mit Management-Abnahme.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel IV (Digitale operationale Resilienztests) | MaRisk AT 7.3, BT 3.2
Umsetzungsschritte
Szenario-Templates mit RTO/RPO-, Entscheidungs- und Kommunikationskriterien erweitern.
Testdurchführung mit Business, IT, Compliance und Kommunikation gemeinsam planen.
Findings mit Fristen und Wirksamkeitsnachtest in den Verbesserungszyklus überfuehren.
Beispielnachweise
Testkatalog mit kombinierten Erfolgsmetriken.
Abnahmeprotokolle und Nachtest-Nachweise zu kritischen Findings.
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.24A.5.29A.5.30A.8.34
ID: DORA-TST-005
DORA-EXT-001needs_reviewdefined
Exit-Strategie und Ausstiegsplanung nach DORA Art. 28
Die Exit-Fähigkeit für kritische Dienstleister ist jederzeit nachweisbar und operativ umsetzbar.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Für jeden kritischen IKT-Dienstleister existiert ein dokumentierter und getesteter Exit-Plan, der Szenarien, Verantwortlichkeiten, Datenportabilität und Zeitpläne umfasst.
DORA / MaRisk
DORA Artikel 28 (IKT-Drittparteienrisikomanagement) | MaRisk AT 9, EBA/GL/2019/02
Umsetzungsschritte
Inventarisierung aller kritischen Dienstleister und Bewertung der Exit-Relevanz.
Erstellung von Exit-Plänen je Dienstleister mit Szenarien, Datenportabilität und Migrationspfaden.
Regelmäßige Tests der Exit-Pläne durch Dry-Runs und Simulationen.
Dokumentation der Testergebnisse und Nachbesserung identifizierter Lücken.
Berichterstattung an das Leitungsorgan über Exit-Readiness und offene Risiken.
Beispielnachweise
Exit-Plan-Dokumentation je kritischem Dienstleister
Dry-Run-Protokolle und Testergebnisse
Nachweis der Datenportabilität und Integritätstests
Board-Beschlüsse zu Exit-Entscheidungen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.30A.8.14
ID: DORA-EXT-001
DORA-EXT-002needs_reviewdefined
Datenportabilität und Vendor-Lock-in-Prävention
Vendor-Lock-in-Risiken werden frühzeitig erkannt und durch vertragliche und technische Maßnahmen minimiert.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Datenportabilitätsanforderungen sind vertraglich vereinbart, technisch umsetzbar und regelmäßig getestet.
DORA / MaRisk
DORA Artikel 28 (Datenportabilität und Exit), DSGVO Art. 20 | MaRisk AT 9, EBA/GL/2019/02
Umsetzungsschritte
Analyse von Vendor-Lock-in-Risiken je kritischem Dienstleister.
Vertragliche Sicherstellung von Datenexport, Standardschnittstellen und Übergabefristen.
Technische Prüfung der Datenportabilität inklusive Formate, Volumen und Integrität.
Regelmäßige Tests des Datenexports und der Datenübernahme durch Zielsysteme.
Beispielnachweise
Vendor-Lock-in-Risikoanalyse je Dienstleister
Vertragsklauseln zu Datenportabilität und Exit
Datenexport-Testprotokolle
Datenintegritätsnachweise
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.21A.5.31
ID: DORA-EXT-002
DORA-TPR-001reviewedimplemented
IKT-Dienstleisterinventar aufbauen und aktuell halten
Das Institut kann alle relevanten IKT-Drittdienstleistungen, Dienstleister, Verträge und zugehörigen Verantwortlichkeiten vollständig und aktuell nachvollziehen.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Ein zentrales IKT-Dienstleisterinventar verbindet Dienstleister, Verträge, IKT-Dienstleistungen, interne Verantwortliche, betroffene Funktionen, Kritikalität, Risikobewertung und Registerrelevanz. Das Inventar wird regelmässig überprüft und mit Vertrags-, Auslagerungs- und Informationsregisterdaten abgeglichen.
DORA / MaRisk
DORA Kapitel V, Art. 28 Abs. 2 (Informationsregister) | MaRisk AT 9, BT 4
Umsetzungsschritte
Datenquellen für Dienstleister, Verträge und IKT-Dienstleistungen identifizieren.
IKT-Dienstleistungen von sonstigen Leistungen abgrenzen.
Verantwortliche Rollen für Datenpflege und Review festlegen.
Kritikalität, Funktionsbezug und Registerrelevanz ergänzen.
Regelmässigen Abgleich mit Vertragsbestand und Informationsregister etablieren.
Beispielnachweise
IKT-Dienstleisterinventar (vollständig)
Vertragsliste mit IKT-Bezug
Dienstleistungsklassifikation
Datenqualitätsbericht
Review-Protokoll
Informationsregisterauszug
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.23A.5.33
ID: DORA-TPR-001
DORA-TPR-002revieweddefined
Abgrenzung von IKT-Dienstleistungen gegenüber sonstigen Leistungen
Das Institut kann IKT-Dienstleistungen eindeutig von sonstigen Fremdleistungen abgrenzen und damit den Anwendungsbereich der DORA-Drittparteienregelungen bestimmen.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Eine verbindliche Abgrenzungsrichtlinie definiert Kriterien für IKT-Dienstleistungen, die unter DORA fallen. Die Abgrenzung wird bei Vertragsaufnahme und regelmässigen Reviews angewendet.
DORA / MaRisk
DORA Art. 3 Ziffer 18–21 (Definition IKT-Dienstleistung) | MaRisk AT 9 (Fremdbezug)
Umsetzungsschritte
Abgrenzungskriterien basierend auf DORA-Definitionen (Art. 3) entwickeln.
Richtlinie zur Abgrenzung von IKT-Dienstleistungen verabschieden.
Bestandsverträge auf IKT-Dienstleistungscharakter prüfen.
Neubewertung bei wesentlichen Vertragsänderungen institutionalisieren.
Beispielnachweise
Abgrenzungsrichtlinie für IKT-Dienstleistungen
Bewertungsmatrix je Vertrag
Protokoll der Bestandsprüfung
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.33
ID: DORA-TPR-002
DORA-TPR-003revieweddefined
Kritische oder wichtige Funktionen zuordnen
IKT-Dienstleistungen, die kritische oder wichtige Funktionen unterstützen, werden identifiziert und besonders gesteuert.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Jede IKT-Drittdienstleistung ist einer Funktion zugeordnet und hinsichtlich ihrer Kritikalität bewertet. Kritische Funktionen unterliegen verstärkten Anforderungen an Verträge, Überwachung, Exit und Register.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 3 (Kritische oder wichtige Funktionen) | MaRisk AT 9 Tz. 3 (Wesentlichkeit)
Umsetzungsschritte
Kriterien für kritische oder wichtige Funktionen institutsspezifisch definieren.
IKT-Dienstleistungen den Funktionen zuordnen.
Kritikalitätsbewertung dokumentieren und regelmässig aktualisieren.
Verstärkte Anforderungen für kritische Funktionen umsetzen.
Beispielnachweise
Funktionslandkarte mit IKT-Dienstleistungszuordnung
Kritikalitätsbewertung je Dienstleistung
Übersicht der kritischen IKT-Drittdienstleistungen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.23A.5.30
ID: DORA-TPR-003
DORA-TPR-004reviewedmanaged
Dienstleisterrisikobewertung vor Beauftragung und laufend
Risiken durch IKT-Drittdienstleister werden vor Vertragsabschluss und während der gesamten Vertragslaufzeit bewertet.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Eine standardisierte Risikobewertung prüft Sicherheit, Betriebsstabilität, Finanzlage, Abhängigkeiten und Exit-Fähigkeit vor Beauftragung und jährlich.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 1, Art. 29 Abs. 1 (Risikobewertung) | MaRisk AT 9 Tz. 2, BT 4 Tz. 2
Umsetzungsschritte
Risikobewertungsmatrix für IKT-Drittdienstleister entwickeln.
Bewertung vor Vertragsabschluss (Due Diligence) durchführen.
Ergebnisse mit Maßnahmen und Fristen dokumentieren.
Beispielnachweise
Risikobewertungsmatrix je Dienstleister
Due-Diligence-Bericht
Jährliche Risikobewertung mit Aktualisierung
Maßnahmenübersicht aus Risikobewertungen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.21A.5.22A.5.36
ID: DORA-TPR-004
DORA-TPR-005reviewedmanaged
Vertragsmindestinhalte nach DORA sicherstellen
Verträge mit IKT-Drittdienstleistern enthalten alle nach DORA erforderlichen Mindestklauseln.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Eine standardisierte Klauselprüfung stellt sicher, dass Verträge vollständige Leistungsbeschreibungen, Sicherheitsanforderungen, Meldepflichten, Kontrollrechte, SLA-Regelungen, Kündigungsfristen und Exit-Bestimmungen enthalten.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 (Vertragsanforderungen) | MaRisk AT 9 Tz. 7, BT 4 Tz. 3
Umsetzungsschritte
DORA-Mindestklauselkatalog aus Art. 28 Abs. 2 ableiten.
Vertragsprüfprozess mit Checkliste und Freigabestufen etablieren.
Bestandsverträge auf Klausellücken prüfen und nachbessern.
Abweichungen dokumentieren und managementseitig freigeben.
Beispielnachweise
Klauselkatalog mit DORA-Mindestanforderungen
Vertragsprüf-Checkliste
Abweichungsregister mit Freigabevermerk
Nachgebesserte Verträge
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.31
ID: DORA-TPR-005
DORA-TPR-006revieweddefined
Kontroll- und Zugangsrechte vertraglich sichern
Das Institut hat vertraglich gesicherte Prüfungs-, Zugangs- und Interventionsrechte bei IKT-Drittdienstleistern.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Verträge mit kritischen IKT-Drittdienstleistern enthalten umfassende Audit-, Kontroll- und Zugangsrechte sowie das Recht auf Vor-Ort-Prüfungen und die Einsichtnahme in Unterauftragnehmerverhältnisse.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 lit. f–h (Kontroll- und Zugangsrechte) | MaRisk AT 9 Tz. 7, BT 4 Tz. 4
Umsetzungsschritte
Audit-, Kontroll- und Zugangsrechte als Pflichtklauseln definieren.
Ausübungskonzept für Kontrollrechte (Häufigkeit, Umfang, Eskalation) erstellen.
Kontrollrechte regelmässig ausüben und Ergebnisse dokumentieren.
Verweigerung von Kontrollrechten als Risikoindikator eskalieren.
Beispielnachweise
Vertragsklauseln zu Audit- und Kontrollrechten
Jährlicher Kontrollplan
Durchgeführte Audits und Prüfberichte
Eskalationsvermerk bei verweigerten Rechten
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.36A.9.2
ID: DORA-TPR-006
DORA-TPR-007revieweddefined
Unterauftragnehmer und Leistungsketten transparent machen
Das Institut hat Transparenz über Unterauftragnehmer und Leistungsketten kritischer IKT-Drittdienstleister.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Vertragliche Regelungen verpflichten Dienstleister zur Offenlegung wesentlicher Unterauftragnehmer. Ein aktuelles Leistungskettenverzeichnis zeigt Abhängigkeiten und Konzentrationsrisiken auf.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 lit. e, Art. 29 Abs. 4 (Leistungsketten) | MaRisk AT 9 Tz. 5, BT 4 Tz. 2
Umsetzungsschritte
Vertragliche Verpflichtung zur Offenlegung von Unterauftragnehmern aufnehmen.
Leistungsketten für kritische IKT-Dienstleistungen erfassen.
Unterauftragnehmer auf Konzentrationsrisiken prüfen.
Änderungen im Unterauftragnehmerverhältnis meldepflichtig machen.
Beispielnachweise
Leistungskettenübersicht je kritischer Dienstleistung
Vertragsklauseln zu Unterauftragnehmern
Konzentrationsrisikoanalyse
Änderungsmeldungen und Freigaben
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.21
ID: DORA-TPR-007
DORA-TPR-008revieweddefined
Exit-Strategien für kritische IKT-Drittdienstleistungen
Das Institut kann kritische IKT-Drittdienstleistungen geordnet beenden, übertragen oder ersetzen, ohne die digitale operationale Resilienz unangemessen zu gefährden.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Für kritische oder wichtige IKT-Drittdienstleistungen bestehen dokumentierte, realistische und überprüfte Exit-Strategien. Sie berücksichtigen Datenrückgabe, Übergangsfristen, Ersatzdienstleister, interne Verantwortlichkeiten, technische Abhängigkeiten, regulatorische Anzeige- oder Informationspflichten und Managementfreigaben.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 lit. i, Art. 29 Abs. 5 (Exit) | MaRisk AT 9 Tz. 9, BT 4 Tz. 6
Umsetzungsschritte
Kritische oder wichtige IKT-Drittdienstleistungen identifizieren.
Exit-Szenarien und Auslöser definieren.
Technische, vertragliche und operative Abhängigkeiten dokumentieren.
Ersatz- oder Übergangsoptionen bewerten.
Exit-Strategien regelmässig prüfen und, wenn angemessen, testen.
Ergebnisse und offene Risiken managementfähig berichten.
Beispielnachweise
Exit-Strategie je kritischer Dienstleistung
Exit-Testprotokoll
Abhängigkeitsanalyse
Gremienfreigabe
Maßnahmenverfolgung
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.29A.5.30A.5.36
ID: DORA-TPR-008
DORA-TPR-009reviewedinitial
Exit-Test und Exit-Fähigkeit regelmässig überprüfen
Die praktische Umsetzbarkeit von Exit-Strategien wird regelmässig getestet und nachgewiesen.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Exit-Tests für kritische IKT-Drittdienstleistungen werden mindestens jährlich durchgeführt. Sie prüfen Datenrückgabe, Systemmigration, Kommunikationswege und die Einhaltung von Übergangsfristen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 29 Abs. 5 (Test der Exit-Fähigkeit) | MaRisk AT 7.3, BT 3.3
Umsetzungsschritte
Test-Szenarien für Exit-Fälle definieren (Datenrückgabe, Migration, Löschung).
Jährlichen Testplan für Exit-Übungen erstellen.
Testergebnisse dokumentieren und Verbesserungen ableiten.
Nicht bestandene Tests mit Maßnahmen und Fristen versehen.
Beispielnachweise
Exit-Testplan für das laufende Jahr
Durchgeführte Exit-Tests mit Ergebnissen
Verbesserungsmaßnahmen aus Tests
Management-Freigabe der Testergebnisse
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.29A.5.30A.8.34
ID: DORA-TPR-009
DORA-TPR-010revieweddefined
Konzentrationsrisiken durch IKT-Drittdienstleister analysieren
Risiken aus der Konzentration auf einzelne Dienstleister, Regionen oder Technologien werden identifiziert und gesteuert.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Eine regelmässige Konzentrationsrisikoanalyse prüft Abhängigkeiten auf Dienstleister-, Branchen-, Regional- und Technologieebene und leitet Maßnahmen zur Risikominderung ab.
DORA / MaRisk
DORA Art. 29 Abs. 3 (Konzentrationsrisiko) | MaRisk AT 9 Tz. 4, BT 4 Tz. 2
Kritische Konzentrationen mit Maßnahmenplänen versehen.
Ergebnisse in das gesamtinstitutische Risikomanagement einsteuern.
Beispielnachweise
Konzentrationsrisikoanalyse (aktuell)
Maßnahmenplan für identifizierte Konzentrationsrisiken
Reporting an das Leitungsorgan
Monitoring kritischer Konzentrationen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.21A.5.22
ID: DORA-TPR-010
DORA-TPR-011reviewedmanaged
Laufende Überwachung von IKT-Drittdienstleistern
Die Leistungs- und Risikoentwicklung kritischer IKT-Drittdienstleister wird kontinuierlich überwacht.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Ein Überwachungsprozess mit definierten Kennzahlen, Berichtsintervallen und Eskalationsschwellen ist für alle kritischen IKT-Drittdienstleister etabliert.
DORA / MaRisk
DORA Art. 29 Abs. 1–2 (Laufende Überwachung) | MaRisk AT 9 Tz. 8, BT 4 Tz. 5
Umsetzungsschritte
Überwachungskennzahlen je Dienstleister (Verfügbarkeit, Sicherheitsvorfälle, SLA-Einhaltung) definieren.
Regelmässige Leistungs- und Risikoberichte von Dienstleistern einfordern.
Abweichungen systematisch erfassen, eskalieren und nachverfolgen.
Steuerungsgespräche mit kritischen Dienstleistern institutionalisieren.
Beispielnachweise
Überwachungskonzept mit Kennzahlen
Dienstleister-Scorecards mit Trend
Abweichungsprotokoll mit Eskalation
Steuerungsgesprächsprotokolle
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.23A.5.35A.8.16
ID: DORA-TPR-011
DORA-TPR-012revieweddefined
Informationsregisterfähigkeit für IKT-Drittdienstleistungen sicherstellen
Das Institut kann jederzeit ein vollständiges, richtiges und aktuelles Informationsregister über alle IKT-Drittdienstleistungen vorlegen.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Das Informationsregister enthält alle geforderten Angaben zu IKT-Drittdienstleistungen, Dienstleistern, Verträgen, Funktionen, Kritikalität und Unterauftragnehmern. Die Datenqualität wird regelmässig geprüft.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 3 (Informationsregister) | MaRisk AT 9 Tz. 6
Umsetzungsschritte
Registerdatenmodell mit allen DORA-Pflichtfeldern definieren.
Datenquellen mit automatisierten Schnittstellen anbinden.
Datenqualitätsregeln und Korrekturprozesse etablieren.
Register periodisch auf Vollständigkeit und Aktualität prüfen.
Beispielnachweise
Informationsregisterauszug (vollständig)
Datenqualitätsbericht
Schnittstellendokumentation
Review-Protokoll der Registerdaten
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.33A.5.34A.5.36
ID: DORA-TPR-012
DORA-TPR-013revieweddefined
Incident-Kommunikation mit IKT-Drittdienstleistern
IKT-bezogene Vorfälle bei Dienstleistern werden dem Institut zeitnah gemeldet und institutsintern korrekt behandelt.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Vertragliche Meldefristen, Eskalationswege und Kommunikationsschnittstellen sind mit allen kritischen Dienstleistern vereinbart. Eingehende Meldungen werden im institutseigenen Incident-Prozess aufgenommen und weiterverarbeitet.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 lit. c, Art. 29 Abs. 2 (Meldepflichten) | MaRisk AT 9 Tz. 8, BT 3.2
Umsetzungsschritte
Meldepflichten und -fristen für Sicherheitsvorfälle vertraglich regeln.
Kommunikationsschnittstellen und Ansprechpartner benennen.
Eingehende Dienstleister-Meldungen in den Incident-Prozess integrieren.
Regelmässige Kommunikationsübungen mit kritischen Dienstleistern durchführen.
Beispielnachweise
Vertragsklauseln zu Meldefristen
Kommunikationsmatrix je Dienstleister
Eingegangene Meldungen und Bearbeitungsnachweise
Übungsprotokolle zur Incident-Kommunikation
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.24A.5.25A.5.26
ID: DORA-TPR-013
DORA-TPR-014reviewedmanaged
Management Reporting zu IKT-Drittparteienrisiken
Das Leitungsorgan erhält regelmässig entscheidungsrelevante Informationen über IKT-Drittparteienrisiken.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Ein standardisiertes Reporting informiert das Leitungsorgan vierteljährlich über Dienstleisterbestand, Risikobewertungen, wesentliche Vorfälle, Konzentrationsrisiken, Kontrollstatus und Exit-Readiness.
DORA / MaRisk
DORA Art. 29 Abs. 1, Art. 5 (Berichtspflichten) | MaRisk AT 4.3.1, BT 3.1
Umsetzungsschritte
Reporting-Kennzahlen für IKT-Drittparteienrisiko definieren.
Standardisiertes Reporting-Template entwickeln.
Reporting-Rhythmus (quartalsweise) und Eskalationsschwellen festlegen.
Reporting mit dem gesamtinstitutischen Risikobericht abstimmen.
Alle identifizierten Mängel, Risiken und Verbesserungsmaßnahmen im IKT-Drittparteienbereich werden systematisch verfolgt und bis zum Wirksamkeitsnachweis geschlossen.
Themenbereich
IKT-Drittparteienrisiko
Sollzustand
Ein Maßnahmen-Tracking-System erfasst alle Befunde aus Audits, Risikobewertungen, Vertragsprüfungen und Kontrollen. Jede Massnahme hat einen Verantwortlichen, eine Frist und einen Wirksamkeitsnachweis.
DORA / MaRisk
DORA Art. 29, Art. 4 (Kontinuierliche Verbesserung) | MaRisk AT 4.4.2, BT 4
Umsetzungsschritte
Maßnahmenkategorien für TPR-spezifische Befunde definieren.
Tracking-System mit Fristen, Verantwortlichen und Status aufsetzen.
Regelmässige Review-Termine zur Maßnahmenverfolgung institutionalisieren.
Überfällige Maßnahmen eskalieren und managementseitig nachsteuern.
Beispielnachweise
Maßnahmen- und Befundtracking (aktuell)
Review-Protokolle mit Status je Massnahme
Eskalationsnachweise bei überfälligen Maßnahmen
Wirksamkeitsnachweise abgeschlossener Maßnahmen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.35A.5.36A.10.1A.10.2
ID: DORA-TPR-015
DORA-IRM-001revieweddefined
Governance-Rahmen für IKT-Risikomanagement etablieren
Das Institut verfügt über einen dokumentierten Governance-Rahmen, der IKT-Risikomanagement als integralen Bestandteil des gesamtinstitutischen Risikomanagements verankert.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein vom Leitungsorgan freigegebener Governance-Rahmen definiert Ziele, Prinzipien, Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege, Eskalationsschwellen und Berichtslinien für das IKT-Risikomanagement. Der Rahmen wird mindestens jährlich überprüft und bei wesentlichen Änderungen aktualisiert.
DORA / MaRisk
DORA Art. 5 Abs. 1 (Governance), Art. 6 Abs. 1 (Rahmen für IKT-Risikomanagement) | MaRisk AT 4.3.1, AT 4.4.1
Umsetzungsschritte
IST-Governance für IKT-Risikomanagement aufnehmen und gegen DORA-Anforderungen mappen.
Governance-Rahmen mit Leitungsorgan-Verantwortung, Ausschüssen, Rollen und Entscheidungswegen entwerfen.
Eskalationsschwellen für IKT-Risiken in Zusammenarbeit mit Risikocontrolling festlegen.
Rahmen durch Leitungsorgan freigeben und in der Organisation kommunizieren.
Jährlichen Review-Prozess für den Governance-Rahmen institutionalisieren.
Beispielnachweise
Freigegebener Governance-Rahmen (aktuell)
Gremienbeschluss zur Verabschiedung
Eskalationsmatrix für IKT-Risiken
Review-Protokoll mit Änderungshistorie
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.2A.5.3A.5.36
ID: DORA-IRM-001
DORA-IRM-002reviewedmanaged
Rollen und Verantwortlichkeiten im IKT-Risikomanagement definieren
Rollen, Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für das IKT-Risikomanagement sind institutsweit eindeutig zugeordnet und dokumentiert.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein verbindliches Rollenmodell weist Verantwortlichkeiten für IKT-Risikoidentifikation, -bewertung, -behandlung, -überwachung und -berichterstattung zu. Dritte-Verteidigungslinie (Revision) prüft die Wirksamkeit des Gesamtsystems.
DORA / MaRisk
DORA Art. 5 Abs. 2 (Rollen), Art. 6 Abs. 3 (Personal) | MaRisk AT 4.4.1 (Aufbauorganisation), AT 7.1 (Personal)
Umsetzungsschritte
RACI-Matrix für IKT-Risikomanagement mit Fachbereichen, IT, Risikocontrolling, Informationssicherheit und Revision erstellen.
Stellvertretungsregelungen für jede Schlüsselrolle festlegen.
Rollen in Stellenbeschreibungen und Zielvereinbarungen integrieren.
Rollenverständnis durch Schulungen und Kommunikation sicherstellen.
Beispielnachweise
Rollen- und Verantwortungsmatrix (RACI)
Stellenbeschreibungen mit IKT-Risikobezug
Schulungsnachweise für Rolleninhaber
Review-Protokoll der Rollenverteilung
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.2A.5.3A.5.37
ID: DORA-IRM-002
DORA-IRM-003revieweddefined
IKT-Risikostrategie und Risikoappetit festlegen
Das Institut verfügt über eine dokumentierte IKT-Risikostrategie, die den Risikoappetit, die Risikotragfähigkeit und strategische Ziele für IKT-Risiken definiert.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Die IKT-Risikostrategie ist mit der Geschäftsstrategie und dem gesamtinstitutischen Risikoappetit abgestimmt. Sie definiert quantitative und qualitative Risikoschwellen, Prioritäten und Maßnahmen bei Schwellwertverletzungen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 1 lit. a–b (Strategie), Art. 6 Abs. 4 (Dokumentation) | MaRisk AT 4.2.1 (Risikostrategie), AT 4.3.2 (Risikotragfähigkeit)
Umsetzungsschritte
IKT-Risikoappetit aus gesamtnstitutischem Risikoappetit ableiten und operationalisieren.
IKT-Risikostrategie mit Zielen, Schwellenwerten und Überwachungskennzahlen formulieren.
Strategie durch Leitungsorgan freigeben und jährlich überprüfen.
Abweichungen von der Strategie als Eskalationsereignis definieren.
Beispielnachweise
Freigegebene IKT-Risikostrategie (aktuell)
Risikoappetit-Erklärung mit Schwellenwerten
Jährlicher Strategie-Review mit Beschluss
Abweichungsbericht bei Strategieverletzung
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.4A.5.36
ID: DORA-IRM-003
DORA-IRM-004revieweddefined
IKT-Risikoinventar aufbauen und aktuell halten
Alle identifizierten IKT-Risiken werden in einem zentralen Risikoinventar erfasst, bewertet und aktuell gehalten.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein vollständiges IKT-Risikoinventar erfasst jede identifizierte Gefährdung mit Risikobeschreibung, Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe, Risikowert, Verantwortlichem, Behandlungsoption, Frist und Status. Das Inventar wird mindestens quartalsweise aktualisiert.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 1 lit. c (Risikoidentifikation), Art. 7 (Risikobewertung) | MaRisk AT 4.3.3 (Risikoinventar), BT 1 (IKT-Risiken)
Umsetzungsschritte
Risikokategorien für IKT-Risiken definieren (strategisch, operativ, Compliance, Reputation).
Risikoinventar-Vorlage mit Pflichtfeldern entwickeln.
Ersterfassung durch Fachbereiche, IT und Informationssicherheit durchführen.
Regelmässige Aktualisierung (quartalsweise) und Konsolidierung institutionalisieren.
Inventar mit Kontrollsystem und Maßnahmentracking verknüpfen.
Beispielnachweise
IKT-Risikoinventar (vollständig, aktuell)
Risikoklassifikation und -kategorien
Aktualisierungsprotokolle je Quartal
Abgleich mit Kontroll- und Maßnahmensystem
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.8A.5.9A.8.8
ID: DORA-IRM-004
DORA-IRM-005revieweddefined
Schutzbedarfsfeststellung für IKT-Assets durchführen
Der Schutzbedarf aller IKT-Assets wird hinsichtlich Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit systematisch festgestellt und dokumentiert.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Eine vollständige Schutzbedarfsfeststellung liegt für alle IKT-Assets (Anwendungen, Systeme, Daten, Netzwerke, Infrastruktur) vor. Die Einstufung erfolgt einheitlich anhand definierter Kriterien und wird bei wesentlichen Änderungen aktualisiert.
Schutzbedarfskategorien (normal, hoch, sehr hoch) für Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit definieren.
Bewertungsmatrix mit Kriterien je Kategorie entwickeln.
IKT-Assets identifizieren und Schutzbedarf je Asset bestimmen.
Ergebnisse dokumentieren und regelmässig (mindestens jährlich) aktualisieren.
Beispielnachweise
Schutzbedarfsfeststellung für alle IKT-Assets
Bewertungsmatrix und Kriterienkatalog
Aktualisierungsprotokoll
Abweichungsanalyse bei geändertem Schutzbedarf
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.9A.5.10A.8.1A.8.2
ID: DORA-IRM-005
DORA-IRM-006reviewedmanaged
IKT-Risikoanalyse und -bewertung durchführen
IKT-Risiken werden systematisch analysiert, bewertet und priorisiert, um risikobasierte Entscheidungen zu ermöglichen.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Eine standardisierte Risikoanalyse bewertet identifizierte IKT-Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe. Die Ergebnisse werden in einer Risikomatrix visualisiert und priorisiert. Wesentliche Risiken werden mit Behandlungsoptionen und Fristen versehen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 7 (Risikoanalyse und -bewertung) | MaRisk AT 4.3.3 (Risikoanalyse), BT 1.2
Risikomatrix mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe und Risikoklassen definieren.
Risikoanalyse für alle erfassten IKT-Risiken durchführen.
Ergebnisse priorisieren und in Risikobericht aufnehmen.
Beispielnachweise
Risikoanalysebericht (aktuell)
Risikomatrix mit Bewertung aller IKT-Risiken
Priorisierungsliste mit Behandlungskategorien
Risikobericht an Leitungsorgan
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.8A.8.8
ID: DORA-IRM-006
DORA-IRM-007reviewedmanaged
IKT-Risikobehandlung steuern und dokumentieren
Für jedes identifizierte und bewertete IKT-Risiko wird eine Behandlungsoption festgelegt und umgesetzt.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein Risikobehandlungsplan dokumentiert für jedes wesentliche IKT-Risiko die gewählte Option (Vermeiden, Reduzieren, Übertragen, Akzeptieren), zugehörige Maßnahmen, Verantwortliche, Fristen und den Status der Umsetzung. Risikoakzeptanz erfolgt auf der dafür vorgesehenen Management-Ebene.
DORA / MaRisk
DORA Art. 8 (Schutzmaßnahmen), Art. 9 (Risikobehandlung) | MaRisk AT 4.3.4 (Risikobehandlung), BT 2
Risikobehandlungsplan mit Maßnahmen, Verantwortlichen und Fristen erstellen.
Akzeptanzkriterien und Genehmigungsstufen für Risikoakzeptanz festlegen.
Umsetzung der Maßnahmen verfolgen und Wirksamkeit nachweisen.
Restrisiken dokumentieren und managementseitig freigeben.
Beispielnachweise
Risikobehandlungsplan (aktuell)
Maßnahmenübersicht mit Status und Fristen
Risikoakzeptanzdokumentation mit Genehmigung
Wirksamkeitsnachweise umgesetzter Maßnahmen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.8A.5.29A.8.3
ID: DORA-IRM-007
DORA-IRM-008revieweddefined
Kontrollsystem für IKT-Risikomanagement aufbauen
Ein dokumentiertes Kontrollsystem stellt die Wirksamkeit der IKT-Risikomanagement-Maßnahmen sicher.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Das Kontrollsystem umfasst risikobasierte Kontrollziele, Kontrollen (präventiv, detektiv, korrektiv), Kontrollfrequenzen, Verantwortliche, Nachweise und Review-Zyklen. Kontrollergebnisse werden dokumentiert und bei Abweichungen eskalieren.
DORA / MaRisk
DORA Art. 8 (Kontrollsystem), Art. 10 (Wirksamkeit) | MaRisk AT 4.4.2 (Kontrollsystem), BT 2.1
Umsetzungsschritte
Kontrollziele aus IKT-Risikoinventar und Schutzbedarf ableiten.
Kontrolltypen (präventiv/detektiv/korrektiv) und -frequenzen festlegen.
Kontrollen in Verantwortung der Fachbereiche, IT und Informationssicherheit betreiben.
Kontrollergebnisse dokumentieren und bei Abweichungen Maßnahmen einleiten.
Beispielnachweise
Kontrollsystem-Dokumentation mit Kontrollmatrix
Durchgeführte Kontrollen mit Ergebnissen
Abweichungsberichte und Maßnahmen
Kontroll-Review-Protokoll
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.8A.8.8A.8.15
ID: DORA-IRM-008
DORA-IRM-009revieweddefined
Wirksamkeitsprüfung von IKT-Kontrollen institutionalisieren
Die Wirksamkeit der IKT-Kontrollen wird regelmässig geprüft, dokumentiert und bei Feststellungen nachgesteuert.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein standardisierter Prozess prüft die Wirksamkeit aller IKT-Kontrollen mindestens jährlich. Die Prüfung umfasst Design-Wirksamkeit und operative Wirksamkeit. Ergebnisse werden dokumentiert, mit Soll-Zustand abgeglichen und Maßnahmen bei Abweichungen eingeleitet.
DORA / MaRisk
DORA Art. 10 (Wirksamkeit und Überwachung) | MaRisk AT 4.4.2 Tz. 3 (Wirksamkeit), BT 2.2
Umsetzungsschritte
Prüfmethodik für Design-Wirksamkeit und operative Wirksamkeit festlegen.
Prüfplan mit Priorisierung (risikobasiert) und Frequenzen erstellen.
Wirksamkeitsprüfungen durchführen und Ergebnisse dokumentieren.
Maßnahmen bei nicht wirksamen Kontrollen ableiten und nachverfolgen.
Beispielnachweise
Prüfplan für Wirksamkeitsnachweise (jährlich)
Durchgeführte Wirksamkeitsprüfungen mit Ergebnissen
Maßnahmenplan bei nicht wirksamen Kontrollen
Management-Freigabe der Prüfergebnisse
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.35A.5.36A.8.8A.9.1
ID: DORA-IRM-009
DORA-IRM-010revieweddefined
Kritische IKT-Dienstleistungen identifizieren und Schutzbedarf bestimmen
Kritische IKT-Dienstleistungen und deren Schutzbedarf werden identifiziert und in das IKT-Risikomanagement einbezogen.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Eine institutsspezifische Definition und Identifikation kritischer IKT-Dienstleistungen ist etabliert. Der Schutzbedarf dieser Dienstleistungen hinsichtlich Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit ist dokumentiert und wird bei Änderungen aktualisiert.
DORA / MaRisk
DORA Art. 7 Abs. 3 (Kritische Dienstleistungen), Art. 8 Abs. 2 | MaRisk AT 9 (Auslagerungen), BT 3 (Notfallmanagement)
Umsetzungsschritte
Kriterien für kritische IKT-Dienstleistungen definieren.
IKT-Dienstleistungen identifizieren und Kritikalität bewerten.
Schutzbedarf je kritischer Dienstleistung feststellen.
Ergebnisse mit IKT-Risikoinventar und Kontrollsystem verknüpfen.
Beispielnachweise
Kriterienkatalog für kritische IKT-Dienstleistungen
Bewertung der Kritikalität je Dienstleistung
Schutzbedarfsfeststellung für kritische Dienstleistungen
Verknüpfung mit Risikoinventar und Kontrollen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.9A.5.10A.5.19A.8.1
ID: DORA-IRM-010
DORA-IRM-011revieweddefined
IKT-Risikoüberwachung mit Frühwarnindikatoren betreiben
IKT-Risiken werden kontinuierlich überwacht und Frühwarnindikatoren zeigen Risikoveränderungen zeitnah an.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein Kennzahlensystem mit Frühwarnindikatoren (KRI) für IKT-Risiken ist definiert und in Betrieb. Die Kennzahlen werden regelmässig erhoben, überwacht und bei Schwellwertverletzungen wird eskaliert. Trends und Veränderungen werden analysiert und berichtet.
DORA / MaRisk
DORA Art. 10 (Überwachung), Art. 11 (Frühwarnung) | MaRisk AT 4.3.5 (Frühwarnung), BT 1.3
Umsetzungsschritte
Frühwarnindikatoren für IKT-Risiken identifizieren und definieren.
Schwellenwerte (Grün/Gelb/Rot) für jeden Indikator festlegen.
Automatisierte Datenerhebung und Berichterstattung aufbauen.
Regelmässige Überprüfung der Indikatoren auf Aussagekraft und Aktualität.
Beispielnachweise
Frühwarnindikatoren-Übersicht mit aktuellen Werten
Schwellwert-Definition und Eskalationsregeln
Monitoring-Bericht mit Trendanalyse
Eskalationsnachweise bei Schwellwertverletzung
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.8A.5.35A.8.16
ID: DORA-IRM-011
DORA-IRM-012reviewedmanaged
Management-Reporting zu IKT-Risiken etablieren
Das Management erhält regelmässig entscheidungsrelevante Informationen über die IKT-Risikolage, Kontrollstatus, Vorfälle und Maßnahmenfortschritt.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein standardisiertes Reporting informiert das Management quartalsweise über die IKT-Risikolage: Risikoinventar-Entwicklung, Kontrollergebnisse, Frühwarnindikatoren, wesentliche Vorfälle, Maßnahmenstatus und Reifegradentwicklung.
DORA / MaRisk
DORA Art. 5 Abs. 3 (Berichtspflichten), Art. 11 (Risikoberichterstattung) | MaRisk AT 4.3.1 (Reporting), BT 1.4
Umsetzungsschritte
Reporting-Kennzahlen und Berichtsvorlage für IKT-Risiken definieren.
Berichtsrhythmus (quartalsweise) und Ad-hoc-Berichtsanlässe festlegen.
Reporting in das gesamtinstitutische Risikoberichtswesen integrieren.
Reporting regelmässig auf Aussagekraft und Entscheidungsrelevanz prüfen.
IKT-Risikobericht an das Leitungsorgan sicherstellen
Das Leitungsorgan erhält regelmässig einen umfassenden Bericht über die IKT-Risikolage und die Wirksamkeit des IKT-Risikomanagements.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein jährlicher IKT-Risikobericht informiert das Leitungsorgan über die Risikolage, wesentliche Risikoveränderungen, Kontrollergebnisse, Wirksamkeitsprüfungen, Reifegradentwicklung, Ressourcen- und Budgetbedarf sowie strategische Empfehlungen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 5 Abs. 1 (Leitungsorgan), Art. 11 Abs. 2 | MaRisk AT 4.3.1 (Leitungsorgan), AT 4.4.1
Umsetzungsschritte
Berichtsanforderungen des Leitungsorgans für IKT-Risiken erheben.
Jährlichen IKT-Risikobericht mit Standardvorlage erstellen.
Berichtstermin mit Jahresplanung des Leitungsorgans abstimmen.
Berichtsergebnisse in strategische Planung und Budgetierung einsteuern.
Beispielnachweise
IKT-Risikobericht an Leitungsorgan (jährlich)
Sitzungsprotokoll mit Behandlung des Berichts
Beschlussvorlage mit Maßnahmen
Nachverfolgung der Beschlüsse
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.4A.5.36A.5.37
ID: DORA-IRM-013
DORA-IRM-014revieweddefined
Eskalationsprozess für IKT-Risiken definieren und betreiben
Wesentliche IKT-Risiken, Kontrollabweichungen und Vorfälle werden zeitnah und auf der richtigen Management-Ebene eskaliert.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein dokumentierter Eskalationsprozess definiert Eskalationsauslöser, -stufen, -empfänger, -fristen und Kommunikationswege für IKT-Risiken. Eskalationen werden dokumentiert, nachverfolgt und auf Wirksamkeit geprüft.
DORA / MaRisk
DORA Art. 5 Abs. 2 (Eskalation), Art. 6 Abs. 2 | MaRisk AT 4.4.1 (Entscheidungswege), BT 3.2
Eskalationsstufen und Entscheidungsbefugnisse je Stufe festlegen.
Kommunikationswege und -formate für Eskalationen standardisieren.
Eskalationsprozess regelmässig testen und schulen.
Beispielnachweise
Eskalationsmatrix mit Auslösern und Stufen
Dokumentierte Eskalationsfälle mit Verlauf
Eskalationstest-Protokoll
Schulungsnachweise für Eskalationsprozess
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.2A.5.3A.5.24A.5.35
ID: DORA-IRM-014
DORA-IRM-015revieweddefined
Nachweis- und Evidenzmodell für IKT-Risikomanagement aufbauen
Alle IKT-Risikomanagement-Aktivitäten sind revisionssicher nachweisbar und mit dem Evidenzmodell der Plattform verknüpft.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein standardisiertes Evidenzmodell ordnet jeder IKT-Risikomanagement-Anforderung konkrete Nachweise zu. Nachweise sind mit Verantwortlichen, Review-Zyklen und Aufbewahrungsfristen versehen. Das Modell wird regelmässig auf Vollständigkeit und Aktualität geprüft.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 4 (Dokumentation), Art. 10 Abs. 3 | MaRisk AT 4.4.2 (Dokumentation), BT 2.3
Umsetzungsschritte
Evidenzkategorien für IKT-Risikomanagement definieren.
Nachweiszuordnung zu jeder DORA-IRM-Anforderung herstellen.
Review-Zyklen und Verantwortliche je Nachweis festlegen.
Evidenzmodell mit Kontrollsystem und Maßnahmentracking verknüpfen.
Beispielnachweise
Evidenzmodell IKT-Risikomanagement (vollständig)
Nachweisverzeichnis mit Zuordnung zu Anforderungen
Review-Protokoll der Evidenzen
Verknüpfung mit Kontroll- und Maßnahmensystem
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.33A.5.34A.5.35A.5.36
ID: DORA-IRM-015
DORA-IRM-016revieweddefined
Integration von DORA, MaRisk und ISO 27001 im IKT-Risikomanagement
Die Anforderungen aus DORA, MaRisk und ISO/IEC 27001:2022 werden im IKT-Risikomanagement konsistent und aufwandsminimierend integriert.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein integriertes Anforderungsmapping zeigt die Korrespondenz zwischen DORA-IRM-Artikeln, MaRisk-AT/BT-Ziffern und ISO/IEC 27001:2022-Kontrollen. Gemeinsame Nachweise, Kontrollen und Berichtsformate werden genutzt, um Doppelarbeiten zu vermeiden.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 1, Art. 15 (Konsistenz) | MaRisk AT 1 (Anwendungsbereich), AT 4.1 (Gesamtverantwortung)
Umsetzungsschritte
Anforderungsmapping zwischen DORA IRM, MaRisk und ISO 27001 durchführen.
Gemeinsame Kontrollziele und Nachweise identifizieren.
Integrierte Berichts- und Nachweisstruktur aufbauen.
Abweichungen und Zusatzanforderungen je Regulation dokumentieren.
Beispielnachweise
Anforderungsmapping DORA–MaRisk–ISO 27001
Gemeinsame Kontrollzielmatrix
Integrierte Nachweisstruktur
Abweichungsanalyse je Regulation
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.36A.5.37A.6.1
ID: DORA-IRM-016
DORA-IRM-017reviewedinitial
Reifegradmodell für IKT-Risikomanagement etablieren
Der Reifegrad des IKT-Risikomanagements wird regelmässig gemessen, berichtet und als Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen genutzt.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein institutsspezifisches Reifegradmodell bewertet alle Dimensionen des IKT-Risikomanagements (Governance, Risikoidentifikation, -analyse, -behandlung, Kontrollen, Überwachung, Reporting, Kultur) auf einer definierten Skala. Die Bewertung wird jährlich durchgeführt und mit Maßnahmenplänen verbunden.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 5 (Kontinuierliche Verbesserung), Art. 15 | MaRisk AT 4.4.2 (Verbesserung), BT 2.4
Umsetzungsschritte
Reifegrad-Dimensionen und Bewertungsstufen für IKT-Risikomanagement definieren.
Bewertungskriterien je Dimension und Stufe festlegen.
Jährliche Reifegradbewertung durchführen und dokumentieren.
Ergebnisse mit Maßnahmen- und Verbesserungsplan verknüpfen.
Beispielnachweise
Reifegradmodell IKT-Risikomanagement
Jährliche Reifegradbewertung mit Ergebnissen
Maßnahmenplan aus Reifegradbewertung
Entwicklungsreport mit Vorjahresvergleich
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.35A.5.36A.10.1A.10.2
ID: DORA-IRM-017
DORA-IRM-018revieweddefined
Schulungs- und Sensibilisierungsprogramm für IKT-Risiken aufbauen
Mitarbeitende und Führungskräfte werden regelmässig zu IKT-Risiken geschult und für ihre Verantwortung im IKT-Risikomanagement sensibilisiert.
Themenbereich
IKT-Risikomanagement
Sollzustand
Ein rollenbasiertes Schulungsprogramm vermittelt IKT-Risikowissen an alle relevanten Mitarbeitenden. Führungskräfte erhalten vertiefende Schulungen zu IKT-Risikosteuerung, Eskalation und Reporting. Schulungsteilnahme und -erfolg werden dokumentiert.
DORA / MaRisk
DORA Art. 5 Abs. 2 (Personal), Art. 6 Abs. 3 (Sensibilisierung) | MaRisk AT 7.1 (Personal), AT 7.2 (Schulung)
Umsetzungsschritte
Schulungsbedarf für IKT-Risikomanagement rollenbasiert erheben.
Schulungsprogramm mit Basisschulung (alle) und Vertiefung (Rolleninhaber) entwickeln.
Jährlichen Schulungsplan erstellen und durchführen.
Schulungserfolg messen und Programm kontinuierlich verbessern.
Beispielnachweise
Schulungskonzept IKT-Risikomanagement
Rollenbasierte Schulungsmatrix
Teilnehmernachweise und Testergebnisse
Jährlicher Schulungsplan mit Durchführung
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.2A.5.3A.6.3A.7.2
ID: DORA-IRM-018
DORA-KWF-001reviewedinitial
Methodik zur Bestimmung kritischer oder wichtiger Funktionen etablieren
Das Institut verfügt über eine dokumentierte und freigegebene Methodik zur Bestimmung kritischer oder wichtiger Funktionen (kwF) nach DORA.
Themenbereich
Kritische oder wichtige Funktionen
Sollzustand
Eine institutsspezifische kwF-Methodik definiert Kriterien, Prozesse, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse. Die Methodik berücksichtigt Ausfallperspektive, Pflichtverletzungsperspektive, Zeitkritikalität und regulatorische Bedeutung. Sie wird vom Leitungsorgan freigegeben und mindestens jährlich überprüft.
DORA / MaRisk
DORA Art. 3 Ziffer 23, Art. 28 Abs. 3 (Kritische oder wichtige Funktionen) | MaRisk AT 9 Tz. 3 (Wesentlichkeit von Auslagerungen)
Umsetzungsschritte
kwF-Kriterienkatalog mit Ausfall-, Pflichtverletzungs-, Zeit- und Regulatorik-Dimensionen entwickeln.
Methodik mit Prozesslandkarte, Bewertungsmatrix und Entscheidungslogik dokumentieren.
Methodik durch Leitungsorgan freigeben und kommunizieren.
Jährlichen Review der Methodik institutionalisieren.
Beispielnachweise
kwF-Methodik-Dokument (freigegeben)
Kriterienkatalog mit Bewertungsmatrix
Leitungsorgan-Beschluss zur Methodik
Review-Protokoll der Methodik
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.8A.5.9A.5.36
ID: DORA-KWF-001
DORA-KWF-002reviewedinitial
Prozesslandkarte für kwF-Bestimmung aufbauen
Eine vollständige Prozesslandkarte identifiziert alle institutsspezifischen Prozesse als Grundlage für die kwF-Bewertung.
Themenbereich
Kritische oder wichtige Funktionen
Sollzustand
Eine aktuelle Prozesslandkarte erfasst alle Prozesse mit Zuordnung zu regulierten Tätigkeiten, IKT-Abhängigkeiten, Kritikalität und Verantwortlichkeiten. Die Landkarte wird regelmässig aktualisiert und mit dem IKT-Risikoinventar abgeglichen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 1 (IKT-Risikomanagement), Art. 28 Abs. 3 | MaRisk AT 4.3.3 (Risikoinventar), AT 9 (Auslagerungen)
Umsetzungsschritte
Prozesse institutsweit inventarisieren und klassifizieren.
Regulierte Tätigkeiten den Prozessen zuordnen.
IKT-Abhängigkeiten je Prozess dokumentieren.
Prozesslandkarte in kwF-Bewertung integrieren.
Beispielnachweise
Prozesslandkarte (vollständig)
Prozess-Steckbriefe mit IKT-Abhängigkeiten
Zuordnung regulierte Tätigkeiten
Aktualisierungsprotokoll
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.9A.5.10A.8.1
ID: DORA-KWF-002
DORA-KWF-003reviewedinitial
Ausfallszenarien für kwF bewerten
Die Auswirkung eines Ausfalls von Prozessen, IKT-Systemen oder Dienstleistern auf kwF wird systematisch bewertet.
Themenbereich
Kritische oder wichtige Funktionen
Sollzustand
Ein standardisierter Prozess bewertet Ausfallszenarien für alle potenziell kritischen Funktionen. Die Bewertung prüft zeitkritische Wiederherstellungsanforderungen, finanzielle Auswirkungen, Reputationsschäden und regulatorische Konsequenzen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 7 (Risikoanalyse), Art. 11 (BCM) | MaRisk AT 4.3.3, BT 3 (Notfallmanagement)
Umsetzungsschritte
Ausfallszenarien für identifizierte kwF definieren.
Maximal tolerierbare Ausfallzeiten (MTPD) und Wiederherstellungsziele (RTO/RPO) festlegen.
Auswirkungen auf finanzielle Leistungsfähigkeit und Solidität bewerten.
Szenarioergebnisse dokumentieren und in kwF-Entscheidung einfliessen lassen.
Beispielnachweise
Ausfallszenario-Analyse je kwF
MTPD/RTO/RPO-Definitionen
Finanzielle Auswirkungsanalyse
kwF-Entscheidungsdokumentation
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.29A.5.30A.8.34
ID: DORA-KWF-003
DORA-KWF-004reviewedinitial
Pflichtverletzungsszenarien für kwF bewerten
Die Auswirkung einer Pflichtverletzung durch Ausfall oder Beeinträchtigung von Prozessen oder IKT-Systemen wird systematisch bewertet.
Themenbereich
Kritische oder wichtige Funktionen
Sollzustand
Ein standardisierter Prozess bewertet Pflichtverletzungsszenarien für alle potenziell kritischen Funktionen. Die Bewertung prüft Verstösse gegen aufsichtsrechtliche Pflichten, Zulassungsanforderungen, Melde- und Dokumentationspflichten sowie sonstige regulatorische Anforderungen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 7 (Risikoanalyse), Art. 3 Ziffer 23 | MaRisk AT 4.3.3, AT 9 Tz. 3
Umsetzungsschritte
Pflichtverletzungsszenarien für identifizierte kwF definieren.
Regulatorische Pflichten und Konsequenzen je Szenario dokumentieren.
Auswirkungen auf Zulassung und Aufsichtspflichten bewerten.
Szenarioergebnisse dokumentieren und in kwF-Entscheidung einfliessen lassen.
Beispielnachweise
Pflichtverletzungsszenario-Analyse je kwF
Regulatorische Pflichtenübersicht
Aufsichtsrechtliche Konsequenzenanalyse
kwF-Entscheidungsdokumentation
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.8A.5.36A.6.1
ID: DORA-KWF-004
DORA-KWF-005reviewedinitial
kwF-Managementfreigabe und Dokumentation sicherstellen
Die Einstufung als kritische oder wichtige Funktion wird managementseitig freigegeben und dokumentiert.
Themenbereich
Kritische oder wichtige Funktionen
Sollzustand
Jede kwF-Einstufung wird auf der dafür vorgesehenen Management-Ebene freigegeben. Die Entscheidung wird mit Begründung, Kriterienanwendung und Verantwortlichkeiten dokumentiert. Änderungen der Einstufung durchlaufen denselben Freigabeprozess.
DORA / MaRisk
DORA Art. 5 (Governance), Art. 28 Abs. 3 | MaRisk AT 4.3.1 (Gesamtverantwortung)
Umsetzungsschritte
Freigabestufen für kwF-Einstufungen definieren.
Entscheidungsvorlage mit Kriterienanwendung entwickeln.
kwF-Entscheidungen dokumentieren und managementseitig freigeben.
Änderungsmanagement für kwF-Einstufungen etablieren.
Beispielnachweise
kwF-Entscheidungsvorlage mit Kriterien
Managementfreigabe je kwF
Änderungsdokumentation bei Reklassifikation
Jährlicher Review der kwF-Entscheidungen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.2A.5.3A.5.36
ID: DORA-KWF-005
DORA-KWF-006reviewedinitial
kwF-Review-Zyklus institutionalisieren
Die kwF-Einstufungen werden regelmässig überprüft und bei wesentlichen Änderungen aktualisiert.
Themenbereich
Kritische oder wichtige Funktionen
Sollzustand
Ein dokumentierter Review-Prozess prüft kwF-Einstufungen mindestens jährlich sowie anlassbezogen bei wesentlichen Änderungen der Geschäftstätigkeit, Organisation, IKT-Landschaft oder regulatorischen Anforderungen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 5 (Review), Art. 28 Abs. 3 | MaRisk AT 4.4.2 (Review)
Umsetzungsschritte
Jährlichen Review-Termin für kwF-Einstufungen festlegen.
Anlassbezogene Review-Trigger definieren.
Review-Ergebnisse dokumentieren und bei Änderungen Managementfreigabe einholen.
Review-Historie je kwF führen.
Beispielnachweise
Jährlicher kwF-Review-Bericht
Anlassbezogene Reviews mit Begründung
Änderungshistorie je kwF
Managementfreigabe nach Review
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.35A.5.36A.9.1A.10.1
ID: DORA-KWF-006
DORA-RTA-001reviewedinitial
Tätigkeiteninventar für regulierte Tätigkeiten aufbauen
Das Institut verfügt über ein vollständiges Inventar aller regulierten Tätigkeiten als Grundlage für kwF, Vorfallklassifikation und Informationsregister.
Themenbereich
Regulierte Tätigkeiten
Sollzustand
Ein zentrales Tätigkeiteninventar erfasst alle regulierten Tätigkeiten des Instituts mit Zuordnung zu nationalen und europäischen Begrifflichkeiten, EBA-Identifikatoren und betroffenen IKT-Dienstleistungen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 3 Ziffer 23, Art. 19 (Vorfallklassifikation), Art. 28 Abs. 3 (Informationsregister) | MaRisk AT 4.3.3 (Risikoinventar)
Umsetzungsschritte
Regulierte Tätigkeiten aus Zulassung und Geschäftsmodell identifizieren.
Tätigkeiten mit europäischen Begrifflichkeiten und EBA-Identifikatoren abgleichen.
Zuordnung zu kwF, IKT-Dienstleistungen und Informationsregister herstellen.
Inventar regelmässig aktualisieren und mit Zulassungsänderungen abgleichen.
Beispielnachweise
Tätigkeiteninventar (aktuell)
Mapping nationale zu europäische Begrifflichkeiten
EBA-Identifier-Liste
Aktualisierungsprotokoll
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.9A.5.33
ID: DORA-RTA-001
DORA-RTA-002reviewedinitial
Mapping zwischen nationalen und europäischen Tätigkeitsbegrifflichkeiten etablieren
Nationale und europäische Begrifflichkeiten für regulierte Tätigkeiten werden konsistent gemappt und dokumentiert.
Themenbereich
Regulierte Tätigkeiten
Sollzustand
Ein dokumentiertes Mapping bildet nationale Tätigkeitsbezeichnungen auf europäische Begrifflichkeiten (EBA-Identifier, CRR/CRD, MiFID, AIFMD etc.) ab. Das Mapping wird bei regulatorischen Änderungen aktualisiert.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 3 (Informationsregister), Art. 19 (Vorfallklassifikation) | MaRisk AT 4.3.3
Umsetzungsschritte
Nationale Tätigkeitsbezeichnungen aus Zulassungsbescheiden erfassen.
Europäische Begrifflichkeiten und EBA-Identifier recherchieren und zuordnen.
Mapping-Dokumentation mit Quellen und Gültigkeitsstand erstellen.
Aktualisierung bei regulatorischen oder geschäftlichen Änderungen sicherstellen.
Beispielnachweise
Mapping-Dokumentation national/europäisch
EBA-Identifier-Zuordnungstabelle
Quellenverzeichnis für Begrifflichkeiten
Aktualisierungsnachweise
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.33A.5.34A.5.36
ID: DORA-RTA-002
DORA-RTA-003reviewedinitial
EBA-Identifier-Logik für das Informationsregister umsetzen
Die EBA-Identifier und deren Zuordnung zu IKT-Dienstleistungen sind für das Informationsregister korrekt und aktuell.
Themenbereich
Regulierte Tätigkeiten
Sollzustand
Die EBA-Identifier sind für jede regulierte Tätigkeit erfasst und den zugehörigen IKT-Dienstleistungen zugeordnet. Die Datenqualität wird regelmässig geprüft und Abweichungen werden korrigiert.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 3 (Informationsregister) | MaRisk AT 9 Tz. 6
Umsetzungsschritte
EBA-Identifier aus EBA-Register und aufsichtlichen Vorgaben ableiten.
Identifier den regulierten Tätigkeiten zuordnen.
Verknüpfung mit IKT-Dienstleistungen im Informationsregister herstellen.
Datenqualität durch regelmässige Abgleiche sichern.
Beispielnachweise
EBA-Identifier-Tabelle mit Tätigkeitszuordnung
Verknüpfung im Informationsregister
Datenqualitätsbericht
Korrekturprotokoll bei Abweichungen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.33A.5.34A.5.36
ID: DORA-RTA-003
DORA-RTA-004reviewedinitial
Registerdatenqualität für regulierte Tätigkeiten sicherstellen
Die Datenqualität der regulierten Tätigkeiten im Informationsregister wird systematisch überprüft und verbessert.
Themenbereich
Regulierte Tätigkeiten
Sollzustand
Ein Prozess zur Sicherstellung der Registerdatenqualität definiert Vollständigkeits-, Korrektheits- und Aktualitätskriterien. Regelmässige Qualitätskontrollen identifizieren Fehler und leiten Korrekturmaßnahmen ein. Verantwortlichkeiten für Datenpflege und -prüfung sind festgelegt.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 3 (Informationsregister), Art. 29 (Datenqualität) | MaRisk AT 9 Tz. 6
Umsetzungsschritte
Datenqualitätskriterien für regulierte Tätigkeiten definieren.
Fehlerprotokoll mit Korrekturmaßnahmen und Fristen führen.
Verantwortlichkeiten für Datenpflege und Qualitätssicherung zuweisen.
Beispielnachweise
Datenqualitätsbericht (aktuell)
Fehlerprotokoll mit Korrekturmaßnahmen
Kontrollplan für Registerdatenqualität
Review-Protokoll der Datenqualität
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.33A.5.34A.5.35A.5.36
ID: DORA-RTA-004
DORA-CON-001reviewedinitial
Vertragsklassifikation für IKT-Dienstleistungen etablieren
IKT-Dienstleistungsverträge werden nach Kritikalität und Komplexität klassifiziert, um angemessene Anforderungen je Kategorie zu definieren.
Themenbereich
IKT-Verträge
Sollzustand
Eine verbindliche Vertragsklassifikation unterscheidet Baseline IKT-Leistung, kontrollrelevante IKT-Leistung, kwF-relevante IKT-Leistung und strategisch kritische IKT-Leistung. Jede Kategorie hat definierte Mindestanforderungen an Vertragsinhalte, Kontrollrechte und Überwachung.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 (Vertragsanforderungen), Art. 29 (Überwachung) | MaRisk AT 9 (Auslagerungen), BT 4
Umsetzungsschritte
Klassifikationskriterien für IKT-Verträge entwickeln.
Bestandsverträge klassifizieren und nachkategorisieren.
Klassifikation bei Vertragsänderungen und jährlich überprüfen.
Beispielnachweise
Vertragsklassifikations-Richtlinie
Klassifizierte Vertragsliste
Überprüfungsprotokoll der Klassifikation
Abweichungsdokumentation
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.33
ID: DORA-CON-001
DORA-CON-002reviewedinitial
Mindestvertragsinhalte nach DORA sicherstellen
IKT-Dienstleistungsverträge enthalten alle nach DORA und institutsspezifisch erforderlichen Mindestinhalte.
Themenbereich
IKT-Verträge
Sollzustand
Eine standardisierte Vertragsprüfung stellt sicher, dass alle IKT-Verträge Leistungsbeschreibung, Rechte und Pflichten, Informationssicherheitsanforderungen, SLA-Vereinbarungen, Datenstandorte, Datenschutzklauseln, Kündigungsfristen, Haftungsregelungen und Änderungsmanagement enthalten.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 (Vertragsanforderungen) | MaRisk AT 9 Tz. 7, BT 4 Tz. 3
Umsetzungsschritte
Mindestvertragsinhalte je Klassifikationskategorie definieren.
Vertragsprüfprozess mit Checkliste und Freigabestufen etablieren.
Bestandsverträge auf Lücken prüfen und nachbessern.
Abweichungen dokumentieren und managementseitig freigeben.
Beispielnachweise
Vertragsanforderungsmatrix je Kategorie
Prüf-Checkliste für IKT-Verträge
Lückenanalyse Bestandsverträge
Abweichungsregister mit Freigabe
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.31A.5.33
ID: DORA-CON-002
DORA-CON-003reviewedinitial
Unterauftragnehmerregelungen vertraglich sichern
Verträge mit IKT-Dienstleistern enthalten Regelungen zur Offenlegung, Genehmigung und Steuerung von Unterauftragnehmern.
Themenbereich
IKT-Verträge
Sollzustand
Alle IKT-Verträge verpflichten Dienstleister zur Offenlegung wesentlicher Unterauftragnehmer und zur Einholung der Zustimmung bei Änderungen der Unterauftragnehmerkette. Ein aktuelles Unterauftragnehmerverzeichnis dokumentiert die vollständige Leistungskette.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 lit. e (Unterauftragnehmer) | MaRisk AT 9 Tz. 5, BT 4 Tz. 2
Umsetzungsschritte
Vertragsklauseln zu Unterauftragnehmern (Offenlegung, Genehmigung, Änderung) definieren.
Unterauftnehmerverzeichnis je kritischer IKT-Dienstleistung aufbauen.
Regelmässige Aktualisierung und Prüfung der Unterauftragnehmerkette.
Konzentrationsrisiken durch gemeinsame Unterauftragnehmer identifizieren.
Beispielnachweise
Vertragsklauseln zu Unterauftragnehmern
Unterauftragnehmerverzeichnis (aktuell)
Genehmigungsdokumentation bei Änderungen
Konzentrationsrisikoanalyse Unterauftragnehmer
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.21A.5.22
ID: DORA-CON-003
DORA-CON-004reviewedinitial
Exit-Regelungen vertraglich verankern
IKT-Verträge enthalten verbindliche Exit-Regelungen für eine geordnete Beendigung, Übertragung oder Ersetzung der Dienstleistung.
Themenbereich
IKT-Verträge
Sollzustand
Alle IKT-Verträge mit kwF-Relevanz enthalten Exit-Klauseln mit Kündigungsfristen, Datenrückgabe- und Löschverpflichtungen, Übergangsunterstützung, Migrationshilfen und Herausgabepflichten. Die Exit-Regelungen werden regelmässig auf Angemessenheit und Umsetzbarkeit geprüft.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 lit. i (Exit), Art. 29 Abs. 5 | MaRisk AT 9 Tz. 9, BT 4 Tz. 6
Umsetzungsschritte
Exit-Mindestklauseln je Vertragskategorie definieren.
Datenrückgabe-, Lösch- und Migrationsverpflichtungen vertraglich regeln.
Übergangsfristen und Unterstützungsleistungen vereinbaren.
Exit-Regelungen regelmässig auf Aktualität und Umsetzbarkeit prüfen.
Beispielnachweise
Exit-Klauseln je IKT-Vertrag
Datenrückgabe- und Löschkonzept
Prüfprotokoll Exit-Regelungen
Abweichungsdokumentation
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.29A.5.30A.5.36
ID: DORA-CON-004
DORA-CON-005reviewedinitial
Audit- und Kontrollrechte vertraglich sichern
IKT-Verträge enthalten umfassende Audit- und Kontrollrechte für das Institut und dessen Prüfungsinstanzen.
Themenbereich
IKT-Verträge
Sollzustand
Verträge mit kwF-relevanten IKT-Dienstleistern enthalten Rechte auf Vor-Ort-Prüfungen, Einsichtnahme in Unterlagen, Zugang zu Systemen und Informationen sowie das Recht auf Prüfungen durch externe Prüfer und Aufsichtsbehörden.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 lit. f–h (Kontroll- und Zugangsrechte) | MaRisk AT 9 Tz. 7, BT 4 Tz. 4
Umsetzungsschritte
Audit- und Kontrollrechte als Pflichtklauseln definieren.
Ausübungskonzept für Kontrollrechte (Häufigkeit, Umfang, Eskalation) erstellen.
Kontrollrechte regelmässig ausüben und Ergebnisse dokumentieren.
Verweigerung von Kontrollrechten als Risikoindikator eskalieren.
Beispielnachweise
Audit-/Kontrollrechte-Klauseln je Vertrag
Kontrollplan für das laufende Jahr
Durchgeführte Audits und Prüfberichte
Eskalationsvermerk bei verweigerten Rechten
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.36A.9.2
ID: DORA-CON-005
DORA-CON-006reviewedinitial
Berichtspflichten in IKT-Verträgen regeln
IKT-Verträge enthalten verbindliche Berichtspflichten über Leistungserbringung, Sicherheitslage und Risikoentwicklung.
Themenbereich
IKT-Verträge
Sollzustand
Verträge mit IKT-Dienstleistern definieren regelmässige Berichtspflichten zu SLA-Einhaltung, Sicherheitsvorfällen, Änderungen der Leistungserbringung, Personalveränderungen in Schlüsselfunktionen und Ergebnissen von Sicherheitsprüfungen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 29 Abs. 1–2 (Überwachung und Berichtswesen) | MaRisk AT 9 Tz. 8, BT 4 Tz. 5
Umsetzungsschritte
Berichtsanforderungen je Vertragskategorie definieren.
Berichtsformate, -frequenzen und -empfänger festlegen.
Eingehende Berichte prüfen und bei Abweichungen eskalieren.
Berichtsqualität regelmässig bewerten und nachsteuern.
Beispielnachweise
Berichtsanforderungsmatrix je Vertrag
Eingegangene Dienstleisterberichte
Prüfprotokoll der Berichtsinhalte
Eskalationsnachweise bei Berichtsmängeln
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.23A.5.35A.5.36
ID: DORA-CON-006
DORA-POL-001reviewedinitial
Richtlinieninventar für IKT-Sicherheits- und DORA-Richtlinien aufbauen
Das Institut verfügt über ein vollständiges und aktuelles Inventar aller IKT-Sicherheitsrichtlinien und DORA-relevanten Richtlinien.
Themenbereich
IKT-Richtlinien
Sollzustand
Ein zentrales Richtlinieninventar erfasst alle IKT-Richtlinien mit Zweck, Geltungsbereich, Version, Freigabedatum, verantwortlicher Rolle, Review-Zyklus und Verknüpfung zu DORA-, MaRisk- und ISO-Anforderungen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 4 (Dokumentation), Art. 8 (Schutzmaßnahmen) | MaRisk AT 4.4.2 (Dokumentation)
Bestehende Richtlinien inventarisieren und kategorisieren.
Richtlinienlücken gegen DORA- und MaRisk-Anforderungen identifizieren.
Inventar regelmässig aktualisieren und mit Richtlinien-Review synchronisieren.
Beispielnachweise
Richtlinieninventar (vollständig, aktuell)
Lückenanalyse Richtlinien vs. DORA/MaRisk
Kategorisierungsmatrix
Aktualisierungsprotokoll
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.2A.5.33A.5.36
ID: DORA-POL-001
DORA-POL-002reviewedinitial
Dokumentenlenkung für IKT-Richtlinien etablieren
IKT-Richtlinien durchlaufen einen standardisierten Dokumentenlenkungsprozess von Erstellung über Freigabe bis zur Archivierung.
Themenbereich
IKT-Richtlinien
Sollzustand
Ein dokumentierter Dokumentenlenkungsprozess definiert Phasen (Entwurf, Abstimmung, Freigabe, Veröffentlichung, Review, Archivierung), Rollen (Autor, Prüfer, Freigeber) und Fristen. Jede Richtlinie hat eine eindeutige Version, Änderungshistorie und Gültigkeitsdauer.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 4 (Dokumentation) | MaRisk AT 4.4.2
Umsetzungsschritte
Dokumentenlenkungsprozess mit Phasen und Rollen definieren.
Richtlinienvorlage mit Pflichtfeldern entwickeln.
Versionierung und Änderungshistorie sicherstellen.
Archivierungsregeln für abgelöste Richtlinien festlegen.
Beispielnachweise
Dokumentenlenkungsprozess (Dokument)
Richtlinienvorlage mit Metadaten
Änderungshistorie je Richtlinie
Archivierungsnachweis
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.33A.5.34A.5.36
ID: DORA-POL-002
DORA-POL-003reviewedinitial
Leitungsorganfreigabe für IKT-Richtlinien sicherstellen
Wesentliche IKT-Richtlinien werden durch das Leitungsorgan oder die dafür bestimmte Management-Ebene freigegeben.
Themenbereich
IKT-Richtlinien
Sollzustand
Eine Freigabematrix definiert, welche Richtlinien durch das Leitungsorgan, welche durch die Geschäftsleitung und welche durch Fachbereichsleitungen freigegeben werden. Der Freigabeprozess ist dokumentiert und nachvollziehbar.
DORA / MaRisk
DORA Art. 5 Abs. 1 (Leitungsorgan) | MaRisk AT 4.3.1 (Gesamtverantwortung)
Umsetzungsschritte
Freigabematrix für IKT-Richtlinien definieren.
Freigabeprozess mit Vorlagen und Fristen standardisieren.
Freigaben dokumentieren und in der Richtlinie vermerken.
Freigabe bei Richtlinienänderungen erneut einholen.
Beispielnachweise
Freigabematrix IKT-Richtlinien
Freigabevermerk in jeder Richtlinie
Sitzungsprotokolle bei Leitungsorgan-Freigabe
Änderungsdokumentation mit erneuter Freigabe
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.2A.5.3A.5.36
ID: DORA-POL-003
DORA-POL-004reviewedinitial
Review-Trigger für IKT-Richtlinien definieren
IKT-Richtlinien werden anlassbezogen und mindestens jährlich auf Aktualität und Angemessenheit überprüft.
Themenbereich
IKT-Richtlinien
Sollzustand
Ein dokumentierter Review-Prozess definiert verbindliche Trigger für die Überprüfung von IKT-Richtlinien: mindestens jährlich, nach wesentlichen IKT-Vorfällen, nach Resilienztests, nach Audits, nach behördlichen Hinweisen und bei wesentlichen Änderungen der Geschäftstätigkeit, Bedrohungslage oder rechtlichen Anforderungen.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 Abs. 5 (Review), Art. 12 (Tests) | MaRisk AT 4.4.2 (Review)
Umsetzungsschritte
Review-Trigger-Katalog für IKT-Richtlinien definieren.
Jährlichen Review-Plan für alle Richtlinien erstellen.
Anlassbezogene Reviews bei Trigger-Ereignissen auslösen.
Review-Ergebnisse dokumentieren und bei Bedarf Richtlinien anpassen.
Beispielnachweise
Review-Trigger-Katalog
Jährlicher Review-Plan
Durchgeführte Reviews mit Ergebnissen
Richtlinienänderungen aus Reviews
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.35A.5.36A.9.1A.10.1
ID: DORA-POL-004
DORA-POL-005reviewedinitial
Kontroll- und Nachweislogik in IKT-Richtlinien integrieren
IKT-Richtlinien enthalten eine dokumentierte Kontroll- und Nachweislogik, die die Einhaltung der Richtlinienanforderungen belegbar macht.
Themenbereich
IKT-Richtlinien
Sollzustand
Jede IKT-Richtlinie enthält einen Abschnitt zur Kontroll- und Nachweislogik, der die zugehörigen Kontrollen, Nachweise, Verantwortlichkeiten und Prüffrequenzen beschreibt. Die Kontroll- und Nachweislogik ist mit dem IKT-Kontrollsystem der Plattform abgestimmt.
DORA / MaRisk
DORA Art. 8 (Schutzmaßnahmen), Art. 10 (Wirksamkeit) | MaRisk AT 4.4.2 (Kontrollsystem)
Umsetzungsschritte
Kontroll- und Nachweisanforderungen je Richtlinie definieren.
Nachweisartefakte und Aufbewahrungsfristen festlegen.
Verknüpfung mit dem plattformweiten Evidenzmodell herstellen.
Kontroll- und Nachweislogik regelmässig auf Vollständigkeit prüfen.
NIS2-Anwendungsbereich für das Institut prüfen und dokumentieren
Das Institut prüft, ob und in welchem Umfang der NIS2-Anwendungsbereich für seine Tätigkeiten relevant ist.
Themenbereich
Regulatory Landscape
Sollzustand
Eine dokumentierte Prüfung bewertet den Einrichtungsstatus (besonders wichtig, wichtig, nicht betroffen) nach NIS2. Die Prüfung berücksichtigt die DORA-Ausnahmeregelung und dokumentiert die Begründung für die Einstufung.
DORA / MaRisk
DORA Art. 1 Abs. 3 (Ausnahme von NIS2) | –
Umsetzungsschritte
NIS2-Kriterien für besonders wichtige und wichtige Einrichtungen prüfen.
DORA-Ausnahmeregelung und deren Voraussetzungen dokumentieren.
Einrichtungsstatus institutsspezifisch bestimmen und begründen.
Prüfung jährlich und bei wesentlichen Änderungen wiederholen.
Beispielnachweise
NIS2-Anwendungsbereichsprüfung (dokumentiert)
Einrichtungsstatus-Begründung
DORA-Ausnahmeprüfung
Jährliches Review der Einstufung
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.2A.5.36
ID: REG-NIS2-001
REG-CRA-001reviewedinitial
CRA-Produktbezug für IKT-Produkte und -Dienstleistungen prüfen
Das Institut prüft, welche IKT-Produkte mit digitalen Elementen in den Anwendungsbereich des Cyber Resilience Act fallen.
Themenbereich
Regulatory Landscape
Sollzustand
Eine dokumentierte Prüfung identifiziert IKT-Produkte mit digitalen Elementen, die unter den CRA fallen könnten. Hersteller-, Händler- und Betreiberpflichten werden eingeordnet und in die Beschaffungs- und Vertragsprozesse integriert.
DORA / MaRisk
DORA Art. 28 Abs. 2 (Vertragsanforderungen), Art. 29 (Überwachung) | MaRisk AT 9 (Auslagerungen)
Umsetzungsschritte
IKT-Produkte mit digitalen Elementen inventarisieren.
CRA-Anwendungsbereich je Produkt prüfen.
Hersteller-/Lieferantenpflichten in Beschaffungsanforderungen übersetzen.
Schwachstellenmanagement und Security-Updates in Verträgen adressieren.
Beispielnachweise
CRA-Produktinventar
Anwendungsbereichsprüfung je Produkt
Beschaffungsanforderungen mit CRA-Bezug
Vertragsklauseln zu Updates und Schwachstellen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.21A.8.34
ID: REG-CRA-001
REG-AIA-001reviewedinitial
KI-Inventar nach AI Act aufbauen
Das Institut verfügt über ein vollständiges Inventar aller eingesetzten KI-Systeme als Grundlage für die AI-Act-Governance.
Themenbereich
Regulatory Landscape
Sollzustand
Ein KI-Inventar erfasst alle KI-Systeme mit Klassifikation (verboten, Hochrisiko, geringes Risiko, minimales Risiko), Zweck, Einsatzbereich, Datenquellen, Verantwortlichen und Risikobewertung.
DORA / MaRisk
DORA Art. 6 (IKT-Risikomanagement) | MaRisk AT 4.3.3
Umsetzungsschritte
KI-Systeme institutsweit identifizieren und erfassen.
Klassifikation nach AI-Act-Risikokategorien durchführen.
Verantwortlichkeiten für KI-Governance zuweisen.
Inventar regelmässig aktualisieren und mit Änderungsmanagement verbinden.
Beispielnachweise
KI-Inventar (vollständig, aktuell)
Klassifikationsmatrix nach AI-Act-Kategorien
Verantwortungsmatrix KI-Governance
Aktualisierungsprotokoll
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.8A.5.9A.5.33
ID: REG-AIA-001
REG-AIA-002reviewedinitial
KI-Kompetenz nach AI Act institutsweit sicherstellen
Mitarbeitende und Führungskräfte verfügen über ausreichende KI-Kompetenz entsprechend ihrer Rolle und Verantwortung.
Themenbereich
Regulatory Landscape
Sollzustand
Ein rollenbasiertes KI-Kompetenzprogramm vermittelt Grundlagenwissen zu KI-Funktionsweise, -Risiken, -Chancen und regulatorischen Anforderungen. Das Programm wird mindestens jährlich durchgeführt und aktualisiert.
DORA / MaRisk
DORA Art. 5 Abs. 2 (Personal), Art. 6 Abs. 3 (Schulung) | MaRisk AT 7.1, AT 7.2
Umsetzungsschritte
KI-Kompetenzbedarf rollenbasiert erheben.
Schulungsprogramm mit Basis- und Vertiefungsmodulen entwickeln.
Schulungen durchführen und Teilnahme dokumentieren.
KI-Kompetenz regelmässig auf Aktualität prüfen und Programm anpassen.
Beispielnachweise
KI-Kompetenzrahmen mit Rollenzuordnung
Schulungsprogramm und -materialien
Teilnehmernachweise
Kompetenzbewertung und -entwicklung
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.2A.5.3A.6.3A.7.2
ID: REG-AIA-002
OSS-001revieweddefined
Open-Source-Richtlinie etablieren
Die Nutzung von Open Source Software ist durch eine freigegebene Richtlinie geregelt.
Themenbereich
Open Source & Software Supply Chain
Sollzustand
Eine vom Management freigegebene Richtlinie definiert den Geltungsbereich, zulässige Lizenzen, Genehmigungsprozess, Verantwortlichkeiten und Eskalationswege. Die Richtlinie wird jährlich überprüft und bei wesentlichen Änderungen aktualisiert.
DORA / MaRisk
Art. 5, Art. 8, Art. 9, Art. 24, Art. 28 | AT 4.3.1, AT 7.2
Umsetzungsschritte
IST-Stand zur OSS-Nutzung und Lizenzierung erheben.
Richtlinienentwurf mit Geltungsbereich, Lizenzmatrix, Genehmigungsprozess und Rollen erstellen.
Richtlinie durch Management freigeben und an alle relevanten Stellen kommunizieren.
Jährlichen Review-Prozess institutionalisieren.
Beispielnachweise
Freigegebene Open-Source-Richtlinie (aktuell)
Lizenz-Compliance-Matrix
Kommunikationsnachweis an Mitarbeitende und Lieferanten
Review-Protokoll mit Änderungshistorie
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.1A.5.2A.5.3A.5.36A.8.1
ID: OSS-001
OSS-002revieweddefined
SBOM-Erzeugung automatisieren
Für jede relevante Anwendung und jedes Release wird automatisiert eine SBOM erzeugt.
Themenbereich
Open Source & Software Supply Chain
Sollzustand
Die SBOM-Erzeugung ist in die CI/CD-Pipeline integriert. Jede SBOM dokumentiert direkte und transitive Abhängigkeiten mit Version, Lizenz und Herkunft. SBOMs werden versioniert, archiviert und mit dem Schwachstellenmanagement verknüpft.
DORA / MaRisk
Art. 6, Art. 7, Art. 8, Art. 24, Art. 28 | AT 4.3.2, AT 7.2, BT 1.1
Umsetzungsschritte
SBOM-Werkzeuge (SPDX/CycloneDX) in der Build-Pipeline evaluieren und integrieren.
SBOM-Format und Pflichtfelder institutsspezifisch definieren.
Automatisierte SBOM-Erzeugung für alle relevanten Anwendungen einrichten.
SBOM-Versionierung und Archivierung je Release konfigurieren.
SBOM-Daten mit Schwachstellendatenbanken koppeln.
Beispielnachweise
SBOM-Generator-Konfiguration in CI/CD
Ausgelieferte SBOM je Release (SPDX/CycloneDX)
Archivierungsnachweis (Versionshistorie)
Integrationstest Schwachstellenabgleich
ISO/IEC 27001 Anker
A.8.2A.8.7A.8.8A.8.19A.8.25
ID: OSS-002
OSS-003reviewedinitial
OSS-Komponenteninventar pflegen
Ein zentrales Inventar erfasst alle relevanten OSS-Komponenten mit Anwendung, Version, Kritikalität und Eigentümer.
Themenbereich
Open Source & Software Supply Chain
Sollzustand
Das OSS-Komponenteninventar ist mit dem Informationsregister und dem IKT-Assetmanagement verknüpft. Jede Komponente ist mit SBOM-ID, Anwendung, Kritikalität, Patch-Status und Risikobewertung erfasst. Das Inventar wird bei jeder Änderung aktualisiert.
Komponenteninventar-Datenmodell mit Pflichtfeldern definieren.
Erstinventur aller OSS-Komponenten aus SBOMs und manueller Erfassung durchführen.
Inventar mit Informationsregister, IKT-Assets und Anwendungen verknüpfen.
Regelmäßige Aktualisierung bei neuen Releases oder Änderungen etablieren.
Beispielnachweise
OSS-Komponenteninventar (vollständig, aktuell)
Datenmodell-Dokumentation
Verknüpfungsnachweis mit Informationsregister
Änderungsprotokoll je Komponente
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.9A.5.10A.8.1A.8.19A.8.25
ID: OSS-003
OSS-004revieweddefined
OSS-Schwachstellenmanagement betreiben
Schwachstellen in OSS-Komponenten werden systematisch erkannt, bewertet und behandelt.
Themenbereich
Open Source & Software Supply Chain
Sollzustand
Ein siebenstufiger Workflow (Erkennung → Triage → Impact Assessment → Entscheidung → Umsetzung → Verifikation → Reporting) steuert alle OSS-Schwachstellen. Critical- und High-Findings unterliegen einem Human Gate. Behandlungsergebnisse fließen in das Management-Reporting.
DORA / MaRisk
Art. 8, Art. 10, Art. 11, Art. 24, Art. 28 | AT 4.3.3, AT 4.3.4, BT 1.2
Umsetzungsschritte
SBOM-Daten automatisiert gegen NVD, OSV und GitHub Advisory abgleichen.
CVSS-basierte Bewertung mit Geschäftsrelevanz und kwF-Bezug etablieren.
Human Gates für Risikoakzeptanz, Patch-Ausnahmen und Lieferanteneskalation definieren.
Reporting-Prozess für kritische Findings aufbauen.
Beispielnachweise
Schwachstellenbericht (monatlich)
CVSS-Bewertung mit Triage-Entscheidung
Human-Gate-Dokumentation für Akzeptanzen
Management-Reporting zu OSS-Schwachstellen
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.5.8A.8.8A.8.19A.8.25
ID: OSS-004
OSS-005revieweddefined
Patch- und Ausnahmemanagement steuern
Sicherheitskritische Updates werden zeitnah bewertet, Abweichungen werden begründet und überwacht.
Themenbereich
Open Source & Software Supply Chain
Sollzustand
Ein standardisiertes Patch-Management definiert SLA-Zeiträume je Kritikalität. Abweichungen (compensating control, risk acceptance, supplier escalation) werden im Decision Log dokumentiert und unterliegen einer zeitlichen Befristung. Kompensierende Kontrollen werden auf Wirksamkeit überwacht.
Patch-SLA nach Kritikalität (Critical: 30d, High: 90d, Medium: 180d) festlegen.
Entscheidungsmatrix mit fünf Optionen (Patch, Upgrade, Compensating Control, Risk Acceptance, Supplier Escalation) etablieren.
Ausnahmeentscheidungen im Decision Log mit Begründung und Befristung dokumentieren.
Kompensierende Kontrollen auf Wirksamkeit prüfen.
Beispielnachweise
Patch-Status-Übersicht (aktuell)
Decision-Log-Einträge für Ausnahmen
Wirksamkeitsnachweise kompensierender Kontrollen
SLA-Erfüllungsreport
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.7A.8.8A.8.19A.8.25A.8.26
ID: OSS-005
OSS-006reviewedinitial
Lieferanten-SBOM-Anforderungen durchsetzen
IKT-Dienstleister sind vertraglich verpflichtet, SBOMs und OSS-Prozessinformationen bereitzustellen.
Themenbereich
Open Source & Software Supply Chain
Sollzustand
Eine Standard-Vertragsklausel verpflichtet IKT-Dienstleister zur Bereitstellung von SBOMs in SPDX- oder CycloneDX-Format. Schwachstellen-Meldung und Patch-SLA sind vertraglich fixiert. Auditrechte für OSS-Prozesse sind vereinbart. Die Einhaltung wird regelmäßig überprüft.
DORA / MaRisk
Art. 28, Art. 30, Art. 33 | AT 9, BT 2.3
Umsetzungsschritte
Standard-Vertragsklausel für Lieferanten-SBOM entwickeln und mit Legal abstimmen.
SBOM-Anforderungen in IKT-Verträge und Ausschreibungen integrieren.
Lieferanten-SBOMs bei Vertragsbeginn und je Release anfordern.
SBOM-Compliance der Lieferanten regelmäßig überprüfen und dokumentieren.
Beispielnachweise
Standard-Vertragsklausel (freigegeben)
Lieferanten-SBOM-Verzeichnis
SBOM-Compliance-Bericht
Auditnachweis für Lieferanten-OSS-Prozesse
ISO/IEC 27001 Anker
A.5.19A.5.20A.5.21A.5.22A.5.23
ID: OSS-006
OFS-001revieweddefined
API-Inventar und API-Risikoklassifizierung führen
Alle internen, externen und Drittanbieter-APIs sind inventarisiert, klassifiziert und mit Owner dokumentiert.
Themenbereich
Open Finance Security
Sollzustand
Vollständiges API-Inventar mit Authentifizierungsmethode, Rate-Limits, Datenklasse und Kritikalität.
DORA / MaRisk
Art. 8, Art. 9, Art. 28 | AT 4.3.1, AT 7.2, AT 9
Umsetzungsschritte
API-Endpunkte über Discovery-Tools und manuelle Erfassung inventarisieren
Klassifizierung nach Datenart (PII, Zahlungsdaten, öffentlich) und Kritikalität durchführen
Owner (Product Owner + Security Engineer) je API dokumentieren
Inventar in API-Gateway/Service Catalog integrieren und quartalsweise aktualisieren
Beispielnachweise
API-Inventar (CSV/JSON-Export mit Timestamp)
Klassifikationsmatrix mit Kritikalitätsbewertung
RACI je API-Endpunkt
ISO/IEC 27001 Anker
A.8A.9A.12
ID: OFS-001
OFS-002revieweddefined
FAPI-/OIDC-konforme OAuth-Profile für sensible Finanz-APIs nutzen
OAuth 2.0 wird mit Authorization Code + PKCE, restriktiven Scopes und Token-Rotation eingesetzt.
Themenbereich
Open Finance Security
Sollzustand
Alle Open-Finance-APIs nutzen FAPI-konforme OAuth-Profile mit dokumentierter Client-Registrierung.
DORA / MaRisk
Art. 8, Art. 9, Art. 28 | AT 4.3.1, AT 7.2
Umsetzungsschritte
Authorization Code Grant + PKCE (Proof Key for Code Exchange) einführen
mTLS-Zertifikats- und Schlüsselmanagement betreiben
mTLS-Verbindungen werden mit sicheren TLS-Konfigurationen, Zertifikatsüberwachung und Sperrprozessen betrieben.
Themenbereich
Open Finance Security
Sollzustand
Zertifikatsinventar, Key-Rotation, TLS-Audit und Revocation-Test dokumentiert.
DORA / MaRisk
Art. 8, Art. 9 | AT 4.3.1, AT 7.2
Umsetzungsschritte
Zertifikatsinventar mit Ablaufdaten, CA, Domains und Verantwortlichen führen
TLS-Konfiguration auf mindestens TLS 1.2 festlegen (TLS 1.3 anstreben)
Automatische Zertifikatsrotation (z. B. via cert-manager/ACME) implementieren
Revocation-Test für jedes Zertifikat nach Deployment durchführen
Beispielnachweise
mTLS-Zertifikatsinventar mit SHA-256-Fingerprint
TLS-Konfigurations-Audit (SSL Labs, testssl.sh)
Revocation-Test-Protokoll mit Datum + Ergebnis
ISO/IEC 27001 Anker
A.8A.10A.12
ID: OFS-003
ISO-Anchor Kontrollmatrix
Visualisierte Zuordnung der DORA-Maßnahmen zu ISO/IEC 27001:2022 Kontrollankern.
A.10
OFS-003· Open Finance Security
A.10.1
DORA-INC-004· IKT-Vorfälle
DORA-TST-004· Digitale Resilienztests
DORA-EVD-003· Nachweise & Auditfähigkeit
DORA-TPR-015· IKT-Drittparteienrisiko
+3 weitere Maßnahmen
A.10.2
DORA-RISK-003· IKT-Risikomanagement
DORA-INC-002· IKT-Vorfälle
DORA-INC-004· IKT-Vorfälle
DORA-TST-004· Digitale Resilienztests
+2 weitere Maßnahmen
A.12
OFS-001· Open Finance Security
OFS-002· Open Finance Security
OFS-003· Open Finance Security
A.5.1
DORA-GOV-001· Governance & Verantwortung
DORA-EVD-004· Nachweise & Auditfähigkeit
DORA-IRM-001· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-003· IKT-Risikomanagement
+8 weitere Maßnahmen
A.5.10
DORA-IRM-005· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-010· IKT-Risikomanagement
DORA-KWF-002· Kritische oder wichtige Funktionen
OSS-003· Open Source & Software Supply Chain
A.5.12
DORA-RISK-001· IKT-Risikomanagement
A.5.19
DORA-TPR-001· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-003· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-005· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-EXT-001· IKT-Drittparteienrisiko
+21 weitere Maßnahmen
A.5.2
DORA-GOV-002· Governance & Verantwortung
DORA-IRM-001· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-002· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-014· IKT-Risikomanagement
+7 weitere Maßnahmen
A.5.20
DORA-TPR-001· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-003· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-005· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-EXT-001· IKT-Drittparteienrisiko
+12 weitere Maßnahmen
A.5.21
DORA-TPR-002· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-EXT-002· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-004· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-007· IKT-Drittparteienrisiko
+4 weitere Maßnahmen
A.5.22
DORA-TPR-002· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-004· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-010· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-CON-003· IKT-Verträge
+1 weitere Maßnahmen
A.5.23
DORA-TPR-001· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-004· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-001· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-003· IKT-Drittparteienrisiko
+3 weitere Maßnahmen
A.5.24
DORA-PDR-003· Schutz, Erkennung & Reaktion
DORA-INC-001· IKT-Vorfälle
DORA-INC-003· IKT-Vorfälle
DORA-TST-002· Digitale Resilienztests
+3 weitere Maßnahmen
A.5.25
DORA-INC-001· IKT-Vorfälle
DORA-TPR-013· IKT-Drittparteienrisiko
A.5.26
DORA-PDR-003· Schutz, Erkennung & Reaktion
DORA-INC-001· IKT-Vorfälle
DORA-TPR-013· IKT-Drittparteienrisiko
A.5.27
DORA-INC-004· IKT-Vorfälle
A.5.28
DORA-INC-002· IKT-Vorfälle
A.5.29
DORA-PDR-003· Schutz, Erkennung & Reaktion
DORA-TST-002· Digitale Resilienztests
DORA-TST-005· Resilienztests
DORA-TPR-008· IKT-Drittparteienrisiko
+4 weitere Maßnahmen
A.5.3
DORA-GOV-002· Governance & Verantwortung
DORA-IRM-001· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-002· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-014· IKT-Risikomanagement
+5 weitere Maßnahmen
A.5.30
DORA-RISK-002· IKT-Risikomanagement
DORA-PDR-004· Schutz, Erkennung & Reaktion
DORA-TST-001· Digitale Resilienztests
DORA-TST-002· Digitale Resilienztests
+9 weitere Maßnahmen
A.5.31
DORA-TPR-003· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-REG-004· Informationsregister
DORA-EXT-002· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-005· IKT-Drittparteienrisiko
+1 weitere Maßnahmen
A.5.33
DORA-REG-004· Informationsregister
DORA-EVD-001· Nachweise & Auditfähigkeit
DORA-TPR-001· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-TPR-002· IKT-Drittparteienrisiko
+11 weitere Maßnahmen
A.5.34
DORA-REG-004· Informationsregister
DORA-EVD-001· Nachweise & Auditfähigkeit
DORA-TPR-012· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-IRM-015· IKT-Risikomanagement
+4 weitere Maßnahmen
A.5.35
DORA-GOV-003· Governance & Verantwortung
DORA-RISK-003· IKT-Risikomanagement
DORA-INC-002· IKT-Vorfälle
DORA-TST-004· Digitale Resilienztests
+17 weitere Maßnahmen
A.5.36
DORA-GOV-001· Governance & Verantwortung
DORA-GOV-004· Governance & Verantwortung
DORA-TPR-002· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-REG-001· Informationsregister
+32 weitere Maßnahmen
A.5.37
DORA-GOV-002· Governance & Verantwortung
DORA-REG-002· Informationsregister
DORA-EVD-002· Nachweise & Auditfähigkeit
DORA-TPR-014· IKT-Drittparteienrisiko
+4 weitere Maßnahmen
A.5.4
DORA-GOV-001· Governance & Verantwortung
DORA-IRM-003· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-013· IKT-Risikomanagement
A.5.5
DORA-INC-003· IKT-Vorfälle
A.5.6
DORA-INC-003· IKT-Vorfälle
A.5.7
DORA-GOV-003· Governance & Verantwortung
DORA-PDR-002· Schutz, Erkennung & Reaktion
DORA-TST-003· Digitale Resilienztests
DORA-IRM-004· IKT-Risikomanagement
+12 weitere Maßnahmen
A.5.8
DORA-IRM-004· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-006· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-007· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-008· IKT-Risikomanagement
+5 weitere Maßnahmen
A.5.9
DORA-RISK-001· IKT-Risikomanagement
DORA-REG-001· Informationsregister
DORA-IRM-004· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-005· IKT-Risikomanagement
+6 weitere Maßnahmen
A.6.1
DORA-IRM-016· IKT-Risikomanagement
DORA-KWF-004· Kritische oder wichtige Funktionen
A.6.3
DORA-GOV-004· Governance & Verantwortung
DORA-IRM-018· IKT-Risikomanagement
REG-AIA-002· Regulatory Landscape
A.6.4
DORA-GOV-004· Governance & Verantwortung
A.7.2
DORA-IRM-018· IKT-Risikomanagement
REG-AIA-002· Regulatory Landscape
A.8
OFS-001· Open Finance Security
OFS-002· Open Finance Security
OFS-003· Open Finance Security
A.8.1
DORA-IRM-005· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-010· IKT-Risikomanagement
DORA-KWF-002· Kritische oder wichtige Funktionen
OSS-001· Open Source & Software Supply Chain
+1 weitere Maßnahmen
A.8.12
DORA-REG-001· Informationsregister
A.8.13
DORA-RISK-002· IKT-Risikomanagement
DORA-PDR-004· Schutz, Erkennung & Reaktion
DORA-TPR-005· IKT-Drittparteienrisiko
A.8.14
DORA-PDR-004· Schutz, Erkennung & Reaktion
DORA-TPR-004· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-EXT-001· IKT-Drittparteienrisiko
A.8.15
DORA-REG-003· Informationsregister
DORA-IRM-008· IKT-Risikomanagement
A.8.16
DORA-GOV-003· Governance & Verantwortung
DORA-RISK-003· IKT-Risikomanagement
DORA-PDR-002· Schutz, Erkennung & Reaktion
DORA-REG-003· Informationsregister
+2 weitere Maßnahmen
A.8.19
OSS-002· Open Source & Software Supply Chain
OSS-003· Open Source & Software Supply Chain
OSS-004· Open Source & Software Supply Chain
OSS-005· Open Source & Software Supply Chain
A.8.2
DORA-RISK-001· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-005· IKT-Risikomanagement
OSS-002· Open Source & Software Supply Chain
A.8.20
DORA-PDR-001· Schutz, Erkennung & Reaktion
DORA-TST-003· Digitale Resilienztests
A.8.21
DORA-PDR-001· Schutz, Erkennung & Reaktion
A.8.25
OSS-002· Open Source & Software Supply Chain
OSS-003· Open Source & Software Supply Chain
OSS-004· Open Source & Software Supply Chain
OSS-005· Open Source & Software Supply Chain
A.8.26
OSS-005· Open Source & Software Supply Chain
A.8.3
DORA-IRM-007· IKT-Risikomanagement
A.8.31
DORA-TST-003· Digitale Resilienztests
A.8.32
DORA-RISK-004· IKT-Risikomanagement
DORA-REG-002· Informationsregister
A.8.33
DORA-RISK-004· IKT-Risikomanagement
DORA-REG-002· Informationsregister
A.8.34
DORA-RISK-004· IKT-Risikomanagement
DORA-TST-005· Resilienztests
DORA-TPR-009· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-KWF-003· Kritische oder wichtige Funktionen
+1 weitere Maßnahmen
A.8.7
DORA-PDR-002· Schutz, Erkennung & Reaktion
OSS-002· Open Source & Software Supply Chain
A.8.8
DORA-TST-001· Digitale Resilienztests
DORA-IRM-004· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-006· IKT-Risikomanagement
DORA-IRM-008· IKT-Risikomanagement
+5 weitere Maßnahmen
A.8.9
DORA-RISK-002· IKT-Risikomanagement
DORA-PDR-001· Schutz, Erkennung & Reaktion
A.9
OFS-001· Open Finance Security
OFS-002· Open Finance Security
A.9.1
DORA-TST-001· Digitale Resilienztests
DORA-EVD-003· Nachweise & Auditfähigkeit
DORA-IRM-009· IKT-Risikomanagement
DORA-KWF-006· Kritische oder wichtige Funktionen
+2 weitere Maßnahmen
A.9.2
DORA-EVD-002· Nachweise & Auditfähigkeit
DORA-EVD-003· Nachweise & Auditfähigkeit
DORA-TPR-006· IKT-Drittparteienrisiko
DORA-CON-005· IKT-Verträge
A.9.3
DORA-EVD-002· Nachweise & Auditfähigkeit
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