1 · Sofort
Anwendungsbereich und Größenklasse bestätigen
EZB-Aufsichtsstatus, SNCI-Kriterien und Bilanzsummenschwelle dokumentieren. Daraus Öffnungsklauseln und Prüfungsumfang ableiten.
MaRisk
Die 9. MaRisk-Novelle (Rundschreiben 06/2026) strukturiert umsetzen: Anwendungsbereich, Proportionalität, AT-/BT-Anforderungen, DORA-Alignment und prüffähige Nachweise.
Hinweis: Diese Darstellung stellt keine vollständige Wiedergabe der BaFin MaRisk dar. Die Inhalte bieten eigene, praxisnahe Interpretationen der Anforderungen mit Fokus auf Integration mit DORA und ISO 27001. Keine Rechtsberatung — verbindlich sind die aktuellen MaRisk-Fassungen der BaFin.
Die im Konsultationsverfahren als 9. MaRisk-Novelle bezeichnete Neufassung wurde am 30.06.2026 als Rundschreiben 06/2026 (BA) veröffentlicht. Sie ist die aktuell gültige Fassung. Die stärkere Prinzipienorientierung gibt Instituten mehr Gestaltungsspielraum, verlangt dafür aber nachvollziehbare, risikoorientierte Entscheidungen. Diese Seite unterstützt die operative Umsetzung; sie behauptet weder Vollständigkeit noch eine aufsichtlich bestätigte Angemessenheit.
Geschäftszeichen: BA 54-FR 2210/00067#00005 · Übergangsfrist für zusätzliche Anforderungen bis 01.01.2027
Prinzipienorientierung
Weniger Detailvorgaben, mehr Steuerungsverantwortung der Institute. Erläuterungen gestrichen, Spielraum für alternative Verfahren.
Proportionalität
Neue Klassifizierung für sehr kleine, kleine und übrige weniger bedeutende Institute. Signifikante Institute fallen nicht mehr in den MaRisk-Anwendungsbereich.
EBA-Umsetzung
Integration der EBA-Leitlinien zur Umwelt-Szenarioanalyse (EBA/GL/2025/04) und Internal Governance.
Aufsichtsmitteilung 2024
Überführung der Aufsichtsmitteilung vom 26.11.2024 in den Regelungstext, teils mit Klarstellungen.
Umsetzungsfahrplan
Fachstand: 09.08.2026
1 · Sofort
EZB-Aufsichtsstatus, SNCI-Kriterien und Bilanzsummenschwelle dokumentieren. Daraus Öffnungsklauseln und Prüfungsumfang ableiten.
2 · Empfohlen bis Q3/2026
Neue Anforderungen, entfallene Detailvorgaben und DORA-Überleitungen bewerten; Managemententscheidung mit Begründung festhalten.
3 · Empfohlen bis Q4/2026
Modellgovernance, Umwelt-Szenarioanalyse, IKT/DOR-Strategie und AT-9-Abgrenzung in Kontrollen, Owner und Nachweise übersetzen.
4 · Bis 01.01.2027
Freigaben, Wirksamkeitskontrollen, Berichtswege und Evidence Pack vervollständigen. Die Übergangsfrist gilt nur für zusätzliche Anforderungen.
Operative Umsetzungskette
Jeder Schritt erzeugt einen fachlich verantworteten Arbeitsstand. Erst freigegebene und mit Nachweisen belegte Ergebnisse dürfen als umgesetzt bewertet werden.
Federführung: Compliance / Recht
Ergebnis: Dokumentierte Institutsklasse, Aufsichtsstatus und anwendbare Module
Arbeitsraum öffnenFederführung: Risikocontrolling
Ergebnis: Begründete Nutzung von Öffnungsklauseln und festgelegte Wesentlichkeit
Arbeitsraum öffnenFederführung: Fachbereiche / Kontrollfunktionen
Ergebnis: Betroffenheit, Sollzustand, Verantwortlichkeit und Frist je relevantem Delta
Arbeitsraum öffnenFederführung: Risk Owner
Ergebnis: Genehmigte Risiken, Maßnahmen, Akzeptanzen und Eskalationen
Arbeitsraum öffnenFederführung: Kontrollverantwortliche
Ergebnis: Datiertes Evidence, Testergebnis, Abweichung und Nachverfolgung
Arbeitsraum öffnenFederführung: Geschäftsleitung
Ergebnis: Steuerungsrelevanter Bericht mit Beschluss, Owner und Fälligkeit
Arbeitsraum öffnenDie finale MaRisk 2026 (Rundschreiben 06/2026) bringt einen Paradigmenwechsel: weniger Detail, mehr Prinzip, stärkere Proportionalität. Die Resilience Platform bietet zwölf strukturierte Arbeitsräume zur Umsetzung — von der Proportionalitätsentscheidung über die IKT/DOR-Strategie bis zum Evidence Pack.
Institutsklassifizierung
Selbsteinordnung in die neuen Größenklassen
Proportionality Navigator
Öffnungsklauseln und Erleichterungen prüfen
Control Workspace
Prinzipien in Steuerung übersetzen
Impact & Proportionality
Finale MaRisk auf Ihr Institut anwenden
IKT/DOR Strategy
Strategie-Alignment nach neuer MaRisk
Risk Inventory Bridge
IKT-Risiken in Risikoinventur integrieren
AT9/DORA Boundary
Auslagerung vs. IKT-Drittparteienrisiko
Reporting Composer
Steuerungsrelevantes Berichtswesen
Resilienzanalyse
Szenarien für Geschäftsmodell und Strategie
Evidence Pack
Prüffähige Nachweise erzeugen
Model & AI Governance
KI- und Modellrisiken steuern
Steering Reporting
Managementberichte und No-Change-Statements
Die Bezeichnungen folgen dem Inhaltsverzeichnis des Rundschreibens 06/2026 (BA). Die Nachweisbeispiele sind Arbeitshilfen und keine Aussage über die Erfüllung im Institut.
Institutsklasse, Gesamtrisikoprofil sowie Gesamtverantwortung von Geschäftsleitung und Aufsichtsorgan.
Arbeitsnachweise: Anwendungsbereichsbeschluss, Organbeschlüsse, Risikoinventur
Normative und ökonomische Perspektive mit konsistenten Geschäfts- und Risikostrategien.
Arbeitsnachweise: RTF-Konzept, Strategieabgleich, Limits und Beschlüsse
Aufbau- und Ablauforganisation, Risikosteuerung und -controlling, Stresstests sowie Verwendung von Modellen.
Arbeitsnachweise: Prozesslandkarte, Kontrollen, Stresstest- und Modellakten
Risikocontrolling-Funktion, Compliance-Funktion und Interne Revision mit angemessener Unabhängigkeit.
Arbeitsnachweise: Mandate, Funktionsbeschreibungen, Berichte und Prüfungsplan
Aktuelle Regelwerke und nachvollziehbare Dokumentation wesentlicher Handlungen und Festlegungen.
Arbeitsnachweise: Regelwerksinventar, Freigaben, Versionen und Aufbewahrung
Personal, technisch-organisatorische Ausstattung und Notfallmanagement; DORA-Schnittstellen explizit abgrenzen.
Arbeitsnachweise: Kapazitätsplanung, Ausstattungsnachweise, Notfallkonzept und Tests
Neu-Produkt-Prozess sowie wesentliche Änderungen von Prozessen, Strukturen, Übernahmen und Fusionen.
Arbeitsnachweise: NPP-Akten, Risikoanalyse, Freigabe und Post-Implementation-Review
Wesentlichkeit, Risikoanalyse, Vertrag, Steuerung, Register und Exit; IKT-Dienstleistungen gegen DORA abgrenzen.
Arbeitsnachweise: Auslagerungsinventar, Risikoanalyse, Vertrag, Monitoring und Exit-Nachweis
MaRisk / DORA-Abgrenzung
AT 7.1 adressiert Personal, nicht ein eigenständiges IKT-Risikoregister. Für DORA-pflichtige Institute werden die operativen IKT-Anforderungen vorrangig im DORA-Arbeitsraum und im zentralen IKT-Risikoregister bearbeitet. MaRisk bleibt für die Einbindung in Gesamtbanksteuerung, Risikoinventur, Governance, Berichterstattung und Prüfung relevant.
Geschäfts- und Risikostrategie, Risikoinventur, Verantwortlichkeiten, Risikoberichte und interne Revision.
Risikoinventur verbindenIKT-Risikomanagementrahmen, Schutz, Erkennung, Reaktion, Wiederherstellung, Tests und IKT-Drittparteienrisiko.
DORA-ArbeitsraumEin Evidence-Objekt wird referenziert statt kopiert; Owner, Prüfdatum, Gültigkeit und Ergebnis bleiben erkennbar.
Evidence WorkflowWichtig: Ein Mapping zeigt inhaltliche Anschlussfähigkeit. Es ersetzt weder die institutsindividuelle Anwendbarkeitsprüfung noch eine Wirksamkeitsbewertung.
Der besondere Teil ist fachprozessbezogen. Welche Module anzuwenden sind, folgt aus Geschäftsmodell und Risikoprofil und darf nicht aus einem generischen DORA-Mapping abgeleitet werden.
Funktionstrennung, Votierung, Kreditprozesse, Früherkennung, Forbearance und Risikoklassifizierung.
Funktionstrennung sowie Prozesse für Handel, Abwicklung, Kontrolle und Abbildung im Risikocontrolling.
Aufbauorganisation sowie Prozesse für Erwerb, Errichtung, Weiterbearbeitung und Überwachung.
Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts-, operationelle Risiken und Kreditspreadrisiken im Anlagebuch.
Adressatengerechte, nachvollziehbare und steuerungsrelevante Berichte mit wesentlichen Entwicklungen.
Regelmäßige und anlassbezogene Berichte an Geschäftsleitung und Aufsichtsorgan.