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Cyber Risk

12 Kontrollziele für die Cyber-Sicherheit

Ein strukturierter Arbeitsrahmen mit 12 Kontrollzielen für Finanzinstitute: Cyber-Risiken scopen, bewerten, behandeln und mit belastbaren Nachweisen steuern. Mit orientierenden Bezügen zu DORA, ISO/IEC 27001:2022 und MaRisk.

Management-Zusammenfassung

  • 12 Kontrollziele decken die vollständige Cyber-Sicherheitskette ab — von Governance über Schutz, Erkennung, Reaktion bis zur Wiederherstellung.
  • Jedes Kontrollziel enthält getrennte DORA-, Level-2-, ISO/IEC-27001- und orientierende MaRisk-Bezüge; die Zuordnungen ersetzen keine institutsbezogene Anwendbarkeitsprüfung.
  • Der Katalog enthält keine vorgegebenen Institutswerte. Status, Verantwortlichkeit, Frist und Wirksamkeit müssen aus realer Governance und Evidence abgeleitet werden.
  • Konkrete Umsetzungsschritte und Nachweisbeispiele erleichtern die praktische Implementierung und Prüfungsvorbereitung.
  • Die Kontrollziele sind als statischer Datenkatalog hinterlegt und dienen als Grundlage für das institutsspezifische Cyber-Risikomanagement.

12

Kontrollziele

5

Handlungsfelder

12

Fachlich geprüft

24

Evidenzmuster

Die Kennzahlen beschreiben ausschließlich den Katalog. Sie sind keine Aussage über Risikoexposure, Reifegrad, Kontrollwirksamkeit oder DORA-Konformität eines Instituts. Der Katalog wurde am 11.08.2026 fachlich geprüft; Anwendbarkeit, Ausgestaltung und Wirksamkeit sind weiterhin institutsspezifisch zu bewerten und zu belegen.

Operating Model

Vom Cyber-Szenario zur belastbaren Steuerungsentscheidung

01

Scope bestimmen

Geschäftsservices, kritische oder wichtige Funktionen, Assets, Daten und Provider abgrenzen.

02

Risiko bewerten

Bedrohung, Verwundbarkeit, Auswirkung, bestehende Kontrollen und Restrisiko nachvollziehbar bewerten.

03

Behandlung entscheiden

Maßnahme, Owner, Frist, Budget, Ausnahme oder Risikoakzeptanz formal festlegen.

04

Wirksamkeit belegen

Kontrollausführung, Test, Abweichung, Freigabe und aktuelle Evidence referenzieren.

12 von 12 Kontrollzielen

Identifikation & Schutz (5) Erkennung & Reaktion (3) Wiederherstellung (1) Drittparteien & Lieferkette (1) Governance & Kultur (2)
CYB-001 Fachlich geprüft
Identifikation & Schutz

Identifikation und Bewertung von Cyber-Risiken

Cyber-Risiken werden systematisch identifiziert, bewertet und im institutsweiten Risikomanagement verankert.

Sollzustand
Ein regelmäßiger Risikobewertungsprozess identifiziert Bedrohungen, Verwundbarkeiten und Auswirkungen auf kritische Geschäftsprozesse.

Umsetzungsschritte

  • Cyber-Risikoinventar mit Bezug zu Geschäftsprozessen und IKT-Werten erstellen.
  • Bedrohungs- und Verwundbarkeitsanalyse mindestens jährlich durchführen.
  • Risikobewertung nach einem definierten Schema (z.B. Ausmaß x Eintrittswahrscheinlichkeit) dokumentieren.

Nachweise

  • Risikoinventar mit aktueller Bewertung
  • Jährlicher Risikobericht an das Leitungsorgan
ISO: A.5.1 A.5.7 A.5.8
DORA: DORA Art. 6 und 8 (IKT-Risikomanagementrahmen und Identifikation) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 3 MaRisk, orientierend: MaRisk AT 7.2, BT 3.1

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-002 Fachlich geprüft
Identifikation & Schutz

Schutz kritischer Informationswerte

Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit kritischer Informationen sind durch angemessene Schutzmaßnahmen gewährleistet.

Sollzustand
Informationswerte sind klassifiziert, mit Eigentümern versehen und durch risikoadäquate Schutzmaßnahmen gesichert.

Umsetzungsschritte

  • Informationsklassifizierungsrichtlinie nach Vertraulichkeit und Kritikalität einführen.
  • Schutzbedarfsfeststellung für alle kritischen IKT-Anwendungen durchführen.
  • Zugriffsrechte und Verschlüsselung nach Klassifizierungsstufe umsetzen.

Nachweise

  • Klassifizierungsmatrix für Informationswerte
  • Schutzbedarfsfeststellung für IKT-Anwendungen
ISO: A.5.9 A.5.10 A.8.1
DORA: DORA Art. 8 und 9 (Identifikation, Schutz und Prävention) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 11 MaRisk, orientierend: MaRisk AT 7.2, BT 2.1

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-003 Fachlich geprüft
Identifikation & Schutz

Netzwerksicherheitsarchitektur

Die Netzwerkinfrastruktur ist gegen unbefugte Zugriffe und laterale Bewegung segmentiert und geschützt.

Sollzustand
Eine mehrschichtige Netzwerksicherheitsarchitektur mit segmentierten Zonen, Firewalls und Intrusion-Detection ist implementiert.

Umsetzungsschritte

  • Netzwerksegmentierung nach Sicherheitszonen (untrusted, DMZ, intern, hochsensibel) umsetzen.
  • Firewall-Regelwerk mit Änderungsprozess und regelmäßigem Review betreiben.
  • Netzwerkverkehrsanalyse und Anomalieerkennung für kritische Segmente einführen.

Nachweise

  • Netzwerkarchitekturdiagramm mit Sicherheitszonen
  • Firewall-Regelwerksdokumentation und Änderungsnachweise
ISO: A.8.20 A.8.21 A.8.22
DORA: DORA Art. 9 (Schutz und Prävention) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 13 MaRisk, orientierend: MaRisk AT 7.2, BT 2.2

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-004 Fachlich geprüft
Identifikation & Schutz

Endgerätesicherheit und Mobile Device Management

Alle Endgeräte sind gegen Schadsoftware, Diebstahl und unbefugte Nutzung geschützt.

Sollzustand
Einheitliche Sicherheitskonfiguration, Verschlüsselung und Fernlöschfunktion für alle dienstlichen Endgeräte sind etabliert.

Umsetzungsschritte

  • Mobile-Device-Management-Loesung für zentrale Konfiguration und Überwachung einführen.
  • Festplattenverschlüsselung und Bildschirmsperre für alle Endgeräte vorschreiben.
  • Regelmäßige Inventarisierung und Compliance-Prüfung der Endgeräte durchführen.

Nachweise

  • MDM-Konfigurationsrichtlinie und Durchsetzungsnachweis
  • Inventarliste mit Compliance-Status aller Endgeräte
ISO: A.7.1 A.7.6 A.8.1
DORA: DORA Art. 9 (Schutz und Prävention) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 11 MaRisk, orientierend: MaRisk BT 2.2

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-005 Fachlich geprüft
Identifikation & Schutz

Zugriffssteuerung und Identity Management

Nur berechtigte Nutzer erhalten Zugriff auf Systeme und Daten, nach dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe.

Sollzustand
Ein zentrales Identity- und Access-Management mit rollenbasierten Berechtigungen und regelmäßigen Berechtigungsreviews ist etabliert.

Umsetzungsschritte

  • IAM-System mit Lifecycle-Management für Identitäten einführen.
  • Rollenbasierte Zugriffssteuerung (RBAC) für alle IKT-Systeme umsetzen.
  • Berechtigungsreviews mindestens vierteljährlich durchführen und dokumentieren.

Nachweise

  • IAM-Richtlinie mit Berechtigungsmatrix
  • Durchgeführte Berechtigungsreviews der letzten vier Quartale
ISO: A.5.15 A.5.16 A.5.18
DORA: DORA Art. 9 (Schutz und Prävention) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 20 und 21 MaRisk, orientierend: MaRisk AT 7.2, BT 2.1

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-006 Fachlich geprüft
Erkennung & Reaktion

Schwachstellenmanagement und Patch-Management

Sicherheitslücken in IKT-Systemen werden systematisch erkannt, bewertet und zeitnah geschlossen.

Sollzustand
Ein automatisierter Patch-Prozess mit Risikoklassifizierung und definierten Umsetzungsfristen ist implementiert.

Umsetzungsschritte

  • Schwachstellenscanner für alle relevanten Systeme einschließlich Betriebssysteme und Anwendungen betreiben.
  • Patch-Richtlinie mit kritischen, hohen, mittleren und niedrigen Prioritäten und zugehörigen Fristen definieren.
  • Notfall-Patch-Prozess für kritische Schwachstellen (zero-day) etablieren.

Nachweise

  • Schwachstellen-Scanberichte mit Trendanalyse
  • Patch-Statusbericht mit Einhaltung der Umsetzungsfristen
ISO: A.8.8 A.8.34
DORA: DORA Art. 9 (Schutz und Prävention) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 10 MaRisk, orientierend: MaRisk BT 2.2

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-007 Fachlich geprüft
Erkennung & Reaktion

Erkennung von Cyber-Vorfällen (SIEM/SOC)

Cyber-Vorfälle werden frühzeitig durch zentralisierte Überwachung und Analyse erkannt.

Sollzustand
Ein Security-Information-and-Event-Management (SIEM) mit dediziertem Security-Operations-Center (SOC) ist betriebsbereit.

Umsetzungsschritte

  • SIEM-Plattform mit zentraler Log-Aggregation und Korrelationsregeln einführen.
  • Use-Case-Katalog für Erkennungsregeln definieren und regelmäßig aktualisieren.
  • SOC-Betriebsmodell mit Eskalationsstufen und Reaktionszeiten festlegen.

Nachweise

  • SIEM-Architektur und Regelkatalog
  • SOC-Betriebsdokumentation mit gemeldeten Vorfällen
ISO: A.8.15 A.8.16
DORA: DORA Art. 10 (Erkennung) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 12 und 24 MaRisk, orientierend: MaRisk AT 7.2, BT 3.2

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-008 Fachlich geprüft
Erkennung & Reaktion

Reaktion auf Cyber-Vorfälle (Incident Response)

Cyber-Vorfälle werden nach einem strukturierten Prozess analysiert, eingedämmt, beseitigt und dokumentiert.

Sollzustand
Ein Incident-Response-Plan mit definierten Rollen, Kommunikationswegen und Wiederherstellungsverfahren ist erprobt.

Umsetzungsschritte

  • Incident-Response-Plan mit Phasen (Vorbereitung, Identifikation, Eindämmung, Beseitigung, Wiederherstellung, Nachbereitung) erstellen.
  • IR-Team mit benannten Rollen und Stellvertretern einsetzen.
  • Regelmäßige Tabletop-Übungen und Simulationen durchführen.

Nachweise

  • Incident-Response-Plan in aktueller Version
  • Durchgeführte Übungen mit Erkenntnissen und Verbesserungsmaßnahmen
ISO: A.5.24 A.5.25 A.5.26
DORA: DORA Art. 11 und 17 (Reaktion, Wiederherstellung und Vorfallmanagement) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 23 MaRisk, orientierend: MaRisk BT 3.2

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-009 Fachlich geprüft
Wiederherstellung

Wiederherstellung und Business Continuity

Nach einem Cyber-Vorfall werden kritische Geschäftsprozesse innerhalb definierter Zeitziele wiederhergestellt.

Sollzustand
Business-Continuity-Management (BCM) und Disaster-Recovery-Planung sind auf Cyber-Risiken ausgelegt und regelmäßig getestet.

Umsetzungsschritte

  • BCM-Richtlinie mit RTO/RPO für kritische Geschäftsprozesse definieren.
  • Disaster-Recovery-Pläne für IKT-Systeme inklusive Cyber-Szenarien (Ransomware, Datenverlust) erstellen.
  • Wiederherstellungsübungen mindestens jährlich durchführen und Ergebnisse dokumentieren.

Nachweise

  • BCM-Richtlinie mit RTO/RPO-Tabelle
  • DR-Übungsberichte mit gemessenen Wiederherstellungszeiten
ISO: A.5.29 A.5.30
DORA: DORA Art. 11 und 12 (Reaktion, Wiederherstellung, Backup) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 25 und 26 MaRisk, orientierend: MaRisk AT 7.3, BT 3.3

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-010 Fachlich geprüft
Drittparteien & Lieferkette

Lieferketten-Cyber-Sicherheit

Cyber-Risiken durch Drittanbieter und Dienstleister werden identifiziert, bewertet und gesteuert.

Sollzustand
Ein Lieferketten-Risikomanagement bewertet die Cyber-Sicherheit kritischer Lieferanten und Dienstleister vor Vertragsabschluss und fortlaufend.

Umsetzungsschritte

  • Lieferantenklassifizierung nach Kritikalität für Cyber-Sicherheit durchführen.
  • Sicherheitsanforderungen in Verträgen und SLAs verankern (z.B. Meldepflichten, Audits).
  • Regelmäßige Überprüfung der Lieferanten-Sicherheitslage mittels Fragebögen oder Audits.

Nachweise

  • Lieferantenklassifizierungsmatrix mit Cyber-Risikobewertung
  • Vertragsklauseln zu Sicherheitsanforderungen und Audits
ISO: A.5.19 A.5.20 A.5.21
DORA: DORA Art. 28 bis 30 (IKT-Drittparteienrisiko und Vertragsanforderungen) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1773 MaRisk, orientierend: MaRisk AT 9, BT 4

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-011 Fachlich geprüft
Governance & Kultur

Sicherheitsbewusstsein und Schulung

Mitarbeiter sind für Cyber-Risiken sensibilisiert und verhalten sich sicherheitsbewusst.

Sollzustand
Ein rollenbasiertes Schulungsprogramm vermittelt Cyber-Sicherheitskompetenz und wird regelmäßig auf Wirksamkeit geprüft.

Umsetzungsschritte

  • Sicherheitsschulungsprogramm für alle Mitarbeiter mindestens jährlich durchführen.
  • Risikogruppen (Führungskräfte, IT-Administratoren, Entwickler) mit spezifischen Modulen adressieren.
  • Wirksamkeitsmessung mittels Phishing-Simulationen und Wissenschecks etablieren.

Nachweise

  • Schulungsplan und Teilnahmebescheinigungen
  • Phishing-Simulationsergebnisse mit Trendentwicklung
ISO: A.5.6 A.6.3
DORA: DORA Art. 5 Abs. 4 und Art. 13 Abs. 6 (Kenntnisse und Schulungen) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 2 MaRisk, orientierend: MaRisk AT 7.2

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

CYB-012 Fachlich geprüft
Governance & Kultur

Governance und Reporting von Cyber-Risiken

Die Führungsebene steuert Cyber-Risiken strategisch und erhält entscheidungsrelevante Informationen.

Sollzustand
Ein Cyber-Governance-Rahmen mit festgelegten Verantwortlichkeiten, Berichtslinien und Eskalationsprozessen ist implementiert.

Umsetzungsschritte

  • Cyber-Sicherheitsbeirat oder -Lenkungskreis mit Geschäftsführungsbeteiligung einrichten.
  • Regelmäßiges Cyber-Reporting mit Kennzahlen (Bedrohungslage, Incidents, Maßnahmenstatus) für das Leitungsorgan etablieren.
  • Cyber-Risikobericht mindestens vierteljährlich mit Priorisierung und Handlungsempfehlungen vorlegen.

Nachweise

  • Sitzungsprotokolle des Cyber-Lenkungskreises
  • Cyber-Reporting-Dashboard mit aktuellen Kennzahlen
ISO: A.5.1 A.5.2 A.5.4
DORA: DORA Art. 5 und 6 (Governance und IKT-Risikomanagementrahmen) Level 2: Delegierte Verordnung (EU) 2024/1774, Art. 2 und 27 MaRisk, orientierend: MaRisk AT 4.3.1, AT 7.2

Fachreview: 11.08.2026 · Rolle: Plattformverantwortlicher · Wiedervorlage: 11.08.2027

IKT-Risikomanagement

Cyber-Risiken im IKT-Risikomanagement verankern

Die 12 Cyber-Kontrollziele werden im IKT-Risikomanagement nach DORA Kapitel II als operative Umsetzungsebene genutzt. Risikoidentifikation, Schutzbedarf, Kontrollen und Monitoring bilden die Brücke zwischen Cyber-Risikosteuerung und regulatorischen Anforderungen.

Governance & Strategie

Cyber-Risikoappetit und -strategie sind Bestandteil des IKT-Risikomanagement-Rahmenwerks.

Risikoanalyse & Behandlung

Cyber-Risiken werden im IKT-Risikoinventar erfasst, bewertet und behandelt.

Kontrollen & Monitoring

Cyber-Kontrollen sind Teil des IKT-Kontrollsystems und werden auf Wirksamkeit geprüft.

Reporting & Eskalation

Cyber-Risiken werden im Management-Reporting und Leitungsorganbericht adressiert.

Third-Party Cyber Risk

Cyber-Risiken durch IKT-Drittdienstleister

IKT-Drittdienstleister erweitern die Cyber-Angriffsfläche eines Instituts. Vertragliche Sicherheitsanforderungen, Zugriffskontrollen, Monitoring und Incident-Kommunikation müssen auch für kritische Dienstleister gelten.

Externe Angriffsflächen

Netzwerkzugriffe, API-Schnittstellen und Remote-Zugänge für Wartungszwecke erweitern die Angriffsfläche.

Dienstleisterzugänge

Zugriffsrechte für Dienstleister müssen nach dem Least-Privilege-Prinzip vergeben und regelmäßig reviewed werden.

Monitoring & Detection

Dienstleisterzugriffe müssen überwacht und auf Anomalien geprüft werden.

Incident-Kommunikation

Kommunikationswege für Sicherheitsvorfälle mit Dienstleistern müssen definiert und getestet sein.

NEU

GenAI Risk Analysis

Erweiterung der Cyber Risk Analyse um generative KI-Angriffsvektoren: Deepfakes, Prompt Injection, Model Poisoning, Synthetic Media und mehr — mit MITRE ATLAS Mapping, CVSS-Bewertung und DORA-Artikel-Zuordnung.

Hinweis: Diese Inhalte sind Umsetzungshilfen und kuratierte Hinweise. Sie ersetzen keine Rechtsberatung oder verbindliche aufsichtsrechtliche Auslegung.