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IKT-Risikomanagement

Steuerungsmodell im Überblick

Anforderungen in verantwortete Arbeitsobjekte, Entscheidungen und belastbare Nachweise überführen.

Regulatorischer Umfang

DORA Kapitel II · Art. 5–16

Steuerungsprinzip

Risiko → Kontrolle → Evidenz

Aussagegrenze

Arbeitsmodell, kein Wirksamkeitsnachweis

Management-Zusammenfassung

  • DORA Kapitel II verbindet die Verantwortung des Leitungsorgans mit einem dokumentierten und regelmäßig überprüften IKT-Risikomanagementrahmen.
  • Funktionen, Informations- und IKT-Assets, Abhängigkeiten, Risiken, Kontrollen, Tests, Vorfälle und Nachweise müssen in einer durchgängigen Arbeitslogik zusammengeführt werden.
  • Maßnahmen und Restrisiken benötigen klare Eigentümer, Fristen, Entscheidungsrechte und Wiedervorlagen.
  • MaRisk und ISO/IEC 27001 können Methoden und Nachweise ergänzen; die Erfüllung einer DORA-Anforderung ist stets separat und institutsspezifisch zu belegen.

Regulatorische Arbeitslandkarte

Sechs verbundene Steuerungsdomänen

Die Artikelstruktur ist kein Projektplan. Für die operative Umsetzung werden Anforderungen in verantwortete Arbeitsobjekte und prüfbare Ergebnisse übersetzt.

DORADomäneArbeitsgegenstandErwartetes Arbeitsergebnis
Art. 5–6 Governance und Rahmenwerk Mandat, Rollen, Strategie, Risikoappetit, Ressourcen und unabhängige Kontrollfunktion Freigegebenes Rahmenwerk mit Verantwortlichen und Review-Takt
Art. 7–8 Systeme, Assets und Risiken Funktionen, Informations- und IKT-Assets, Datenflüsse, Standorte, Abhängigkeiten und Szenarien Verknüpftes Inventar mit Eigentümern und Risikobewertungen
Art. 9–10 Schutz und Erkennung Risikobasierte Schutzmaßnahmen, Konfigurationen, Überwachung, Schwellen und Alarmierung Kontrollsatz mit Design, Betrieb, Nachweis und Eskalationsweg
Art. 11–12 Reaktion und Wiederherstellung Szenarien, Business Impact, Reaktion, Wiederanlauf, Backup und Wiederherstellung Abgestimmte Pläne mit Zielen, Tests und festgehaltenen Abweichungen
Art. 13–14 Lernen und Kommunikation Ursachenanalysen, Erkenntnisse, Verbesserungsmaßnahmen und interne wie externe Kommunikation Nachverfolgte Maßnahmen und adressatengerechte Kommunikationspläne
Art. 15–16 Harmonisierung und Scope Technische Standards berücksichtigen und Anwendbarkeit des vereinfachten Rahmens dokumentieren Begründete Scope-Entscheidung mit Quellenstand und Wiedervorlage

Leitungsentscheidungen

Vier Entscheidungspunkte mit Nachweiserwartung

Risikoappetit und Toleranzen

Welche IKT-Risiken und Unterbrechungen sind innerhalb welcher Grenzen tragbar?

Nachweis: Beschluss, Schwellenwerte, Eskalationsmatrix

Restrisiken und Ausnahmen

Wer darf Restrisiken akzeptieren, wie lange und unter welchen Kompensationsmaßnahmen?

Nachweis: Begründung, Befristung, Verantwortlicher, Wiedervorlage

Ressourcen und Prioritäten

Welche Maßnahmen erhalten Budget, Personal und verbindliche Fristen?

Nachweis: Priorisierter Maßnahmenplan und dokumentierte Zielkonflikte

Wirksamkeit und Verbesserung

Welche Tests, Vorfälle oder Kontrolldefizite erfordern eine Anpassung des Rahmenwerks?

Nachweis: Review-Protokoll, Ursachenanalyse, beschlossene Änderungen

DORA

Verbindlicher EU-Rechtsrahmen. Die Anforderungsabdeckung ist artikel- und absatzbezogen zu beurteilen und durch aktuelle institutsspezifische Evidenz zu stützen.

MaRisk

Bankaufsichtlicher Rahmen für die Gesamtorganisation des Risikomanagements. Überschneidungen können gemeinsame Governance- und Risikoprozesse ermöglichen, ersetzen aber keine DORA-Zuordnung.

ISO/IEC 27001

Freiwilliger ISMS-Standard. Methoden und Kontrollen können wiederverwendet werden; Zertifizierung allein belegt weder DORA-Abdeckung noch die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen.

Vom Überblick in die Bearbeitung

Risiken und Anforderungen mit Eigentümern, Maßnahmen und Evidenzen verknüpfen.

Hinweis: Diese Seite ist eine Umsetzungshilfe und ersetzt keine Rechtsberatung oder verbindliche aufsichtsrechtliche Auslegung.