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BCM — Business Continuity Management

Evidence & Nachweise

Strukturierte Nachweisführung für das Business Continuity Management: Audit-Trail, Prüfpfad und Aufsichtsdokumentation.

BCM-Dokumentenstruktur

Die BCM-Dokumentation ist hierarchisch aufgebaut und bildet einen geschlossenen Regelkreis:

Ebene 1: Strategie

BCM-Policy (Vorstandsbeschluss), BCM-Rahmenwerk, Risikoappetit, Ziele

Ebene 2: Planung

BIA-Dokumentation, Risikoanalyse, Notfallhandbuch, Kommunikationsmatrix

Ebene 3: Durchführung

Übungspläne, Testprotokolle, Krisenstab-Protokolle, Maßnahmenverfolgung

Ebene 4: Prüfung

Audit-Berichte, Management-Review, Lessons Learned, Kennzahlen

Prüfpfad (Audit-Trail)

Jedes BCM-Dokument muss folgende Anforderungen erfüllen (DORA Art. 11, MaRisk BTO 1.3):

  • · Versionierung mit Datum und Autor (lückenlose Änderungshistorie)
  • · Freigabeprozess mit dokumentierter Genehmigung (Vorstand / BCM-Beauftragter)
  • · Prüfpfad von der Policy bis zum einzelnen Nachweis (Rückverfolgbarkeit)
  • · Aufbewahrungsfrist: Mindestens 5 Jahre (DORA), dauerhaft für Prüfzwecke empfohlen
  • · Zugriffsberechtigungen: Rollenbasiert mit Lese-/Schreibrechten

Nachweiskatalog für die Aufsicht

Folgende Nachweise sollten für Prüfungen durch die BaFin und interne Revision vorgehalten werden:

DORA Art. 11(3)

IKT-Contingency-Richtlinie

Aktuelle Version, Freigabe, letztes Review-Datum

DORA Art. 7

BIA-Dokumentation

Kritische Funktionen, RTO/RPO, Ressourcen

DORA Art. 24-25

Testprogramm & Übungen

Jahresplan, Protokolle, Lessons Learned

DORA Art. 19

Vorfallmeldungen

Meldungen an BaFin, Fristen-Nachweis